Vitamine: Medikamente oder eben nicht?

Mal so, mal so.

Gut 90 % der chronischen Krankheitsbilder sind eine Folge des Lebenswandels und der Ernährung. Wer dem vorbeugen will, achtet auf ausreichend Bewegung und eine ausgeglichene, gesunde Ernährung, nicht in Eile zu sich genommen. Unsere Nahrung enthält nicht mehr dieselben Mengen an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien, wie noch vor vielen Jahren. Zu dem kommt, wer starken Belastung ausgesetzt ist, hat ein Mehrbedarf an diesen Stoffen. Das gilt auch für gewisse Krankheitsbilder.

Aktuell stieß ich wiederholt auf Ungereimtheiten bei den staatlichen Vorgaben, was denn ein Vitamin (noch) ist und was schon ein Medikament. Doch beginnen wir von vorne. In meiner Tätigkeit als Berater im Bereich der Privaten Krankenversicherung der Berufsunfähigkeitsversicherung und der Vorsorge gegenüber Kosten bei Pflegebedürftigkeit, ist meine Dienstleistung nicht nach Policierung eines sorgfältig gewählten Antrages abgeschlossen. Vielmehr sehe ich die Arbeit in der nachfolgenden Betreuung, auch in der Prüfung von Rechnungen und als fachlich versierter Vermittler und Hilfestellung bei Problemen zwischen Anbieter und Versicherten-egal ob in der PKV oder GKV versichert.

Eine andere Sichtweise

Vor einem Jahr wandte sich eine Pfarrerin Hilfe suchend an mich. Ihr privater Krankenversicherer weigerte sich, eine Höchstdosis an Vitaminen, die sie zur Behandlung eines relativ unbekannten Krankheitsbildes dringend regelmäßig benötigte, zu zahlen. Der behandelnde Arzt sicherte die nachweisliche Wirksamkeit und damit die zwingende Notwendigkeit der Behandlung mit diesen Stoffen zu. Der Versicherer begründete die ablehnende Haltung damit, dass Vitamine keine Medikamente sein. Die Kosten von mehreren 1000 € pro Monat waren schnell erreicht-dann auch überschritten. Im Gegensatz dazu, musste ich selbst erleben, dass das Amt für Gesundheit, Bestellungen die ich persönlich in den USA tätigte, mit der Begründung beschlagnahmte, dass es sich hier um Medikament handeln würde und damit der Verkauf nicht „frei“ sei.

Ein Beispiel: der Mensch benötigt, so die Empfehlung entsprechender Stellen, ca. 10 mg Zink täglich zum Erhalt der Abwehrkräfte und des Wohlbefindens. Bis 5 mg kann man überall kaufen und weltweit bestellen, geht es aber darüber, so muss man es sich verschreiben lassen oder den Mehrpreis, der in Deutschland dafür üblich ist, gegenüber anderen Ländern, akzeptieren. Dass Zink gleich Zink sei wurde vehement bestritten. Gibt es denn in den USA ein anderes Zink als in Deutschland? Einer solchen Frage ist die Behörde nicht zugänglich. Man beruft sich auf das geschriebene und vorgegebene Wort und verglich diese Vorgabe des Staates mit einer Geschwindigkeitsüberwachungsanlage (Blitzer) an einer Stelle, an der bei zu hoher Geschwindigkeit niemals ein Schaden eintreten würde-die Messung eigentlich, so wollte man wohl zum Ausdruck bringen, nur darauf abzielen würde, Geld zu verdienen!

Wer verdient?

Ich vermute, dass die Hintergründe dieser Festlegung mal wieder etwas mit Geld, Lobbyismus, also der Einflussnahme derer zu tun hat, die daran verdienen. Ein Beispiel: wer viel und hart Sport treibt, starken körperlichen Belastung ausgesetzt ist, kennt die Wirkungsweise der Aminosäure L-Arginine. Diese in Deutschland zu erhalten, ist alles andere als leicht. Ein holländischer Sporthandel bietet eine Dosierung zum Kauf in Deutschland (60 Kapseln zu 280 mg) an. Der Preis liegt bei über 30 €. Bestellt man denselben Stoff mit einer Dosierung von 500 mg mit / 250 Kapseln, so kostet das ganze gerade mal zwölf Euro. Die Liste setzt sich „unendlich“ fort.

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Nicht eilen – fachlich informieren

Zum Einen wird damit argumentiert, dass es Medikamente seien, die nicht frei verkäuflich sind – zum anderen wird bestritten, dass es Medikamente sind, so dass man nicht zahlen muss. Alles findet unter den Augen des selben Gesetzgebers in Deutschland statt und gilt als Verhaltensmaßstab für den Bürger. „Maßstab“?

Ein Anruf beim Verbraucherschutz, ergab, dass klare Richtlinien nicht wirklich vorliegen würden, sondern lediglich die Bestimmung, was frei verkäuflich ist und was nicht. Beachtlicher Weise ist ein Apotheker in der Lage, diese Dinge zu bestellen und in Deutschland einzuführen. Nicht aber der Arzt! Auch hier scheint man mir mehrerlei Maß am Werk zu sein, die Dinge in Deutschland den Verbraucher gegenüber zu regeln.

Globalisierung hat seine Grenzen: man nennt es Lobbyismus. Gern wüsste ich Ihre Meinung/Erfahrung zu diesem Thema und bedanke mich schon jetzt für Ihren Kommentar.

Frank Dietrich   

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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