Tarifwechsel: Erleichterung in Planung

Tarifwechselrecht – ein Plan!

Es ist ein vertraglich zugesichertes Recht, welches jeder privat versicherte nach einer gewissen Versicherungszeit inne hat. Dennoch ist die gelebte Realität noch sehr weit davon entfernt, dem Versicherten die Wahrnehmung dieses Rechtes auch zu ermöglichen. Tarifwechsel im Sinne geringerer Preise für vereinbarten Versicherungsschutz mindern auch die Einnahmen des Anbieters selbst. Ein wirkliches Interesse besteht demnach nicht, hier unterstützend tätig zu werden.

Der Druck auf die privaten Versicherer wächst. Fehlende Unterstützung und auch das fehlende miteinander auf Augenhöhe, geht es um den Tarifwechsel nach Paragraph 204 VVG, haben dazu geführt, dass so genannte Beitragsoptimierer diese Dienstleistung, mehr oder weniger fachlich qualitativ realisiert, anbieten. Fast immer wird die dafür in Rechnung gestellte Summe aus dem erzielten Preis vorher/nachher errechnet.

Deutschland private Krankenversicherer wollen nun, so eine entsprechende Aussage von Dr. Walter Botermann (Hallesche), Tarifwechsel begehren erleichtern. Dieses Vorhaben wurde vom PKV-Verband bestätigt. Man spricht davon, eine Leitfaden zu erarbeiten, der den Tarifwechsel transparenter und damit leichter machen soll.

Bisher haben die Anbieter HUK-Coburg und DKV erste Schritte dahingehend gemacht, dem Kunden einen Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft zu erleichtern.

Meine Kritik diesen Vorhaben bezieht sich darauf, dass ich aus Erfahrung immer wieder bestätigt siehe, dass die dortigen Mitarbeiter die Inhalte einer Krankenversicherung sowohl an Menge der Details aber auch an Tragweite der einzelnen Bestimmung bei weitem unterschätzen. In einigen dieser Argumentationen hatte eine Sehhilfe, mit 160 € alle zwei Jahre versichert, einen höheren Stellenwert in der „Beratung“ als die fehlende Anschlussheilbehandlung, die bei einem Schlaganfall leicht eine sechsstellige Summe auslöst.

Auch erlebte ich aktuell, dass ein Angebot, welches dem Kunden gegenüber gemacht wird, keine wirkliche Beschreibung zum Inhalt des angebotenen Tarifes hat, dass auch nicht bei erfolgtem Tarifwechsel protokolliert wird. Der Kunde wertet demnach einige wenige Parameter aus, eine Entscheidung zu treffen. Übertrage ich dieses beispielsweise auf den Automarkt, so wäre der Vergleich zweier Fahrzeuge zueinander darauf ausgerichtet, ob es vier Räder gibt, die bis zum Boden reichen, einen Motor, ein Lenkrad, einen Sitz und ein Getriebe. Welcher Wagen hat das nichts und ist das wirklich ausreichen, zu entscheiden, welche Wertigkeit ein Fahrzeug hat?

Fehlende Kompetenz lässt sich nicht per Knopfdruck abschalten – vielmehr sind ständige und stetige Aus- und Weiterbildungen zwingend notwendig, das zu erreichen.

Grundsätzliches zum Tarifwechsel

Auch ist es grundlegend, wenn man sich mit dem Tarifwechsel als solches beschäftigt, die Begrifflichkeiten einmal zu klären.

Immer wieder wird von Beitragsoptimierung und den zu hohen Beitrag gesprochen. Gemeint ist eigentlich der Preis. Wer eine Ware kauft, zahlt dafür den vereinbarten Preis. Ein Versicherungsvertrag ist eine Ware deren Preis monatlich gezahlt wird. Mit der Zahlung des Preises sichert man sich die Leistung des Vertrages, die, sofern nicht umfassend im Inhalt ausgestaltet, weitere Engagements des Versicherten begründet, sein Ziel nach der Absicherung der Kosten zum Erhalt der Gesundheit auch zu erreichen.

sdf Tarifwechsel: Erleichterung in Planung

Preis + „weiteres“ = Beitrag

Beispiel Auto: das Auto wird gekauft, um seinen Fahrer von A nach B zu bringen. Kommt das Auto aber bei B nicht an, muss der Fahrer die Fahrt mit anderen Mitteln fortsetzen. Diese zusätzlichen Aufwendungen hat er zum bereits geleisteten Preis beizutragen. Jetzt findet das Wort Beitrag auch seine richtige Bedeutung.

Der Beitrag ist die Summe aller Aufwendungen, von den der Preis nur ein Element ist. Am besten ist man dann versichert wenn er gleich null ist, also der gewählte Vertrag, Diener mit einem Preis monatlich bezahlt auch die Absicherung beinhaltet, die den umfassenden Versicherungsschutz begründen.

Senkt sich nun der Preis der Ware durch deren Wechsel, senkt sich in der Regel auch die Qualität der Ware. Ein Tarifwechsel ist immer und ausschließlich mit einem Mehr und einem Weniger an Leistungen verbunden.

Wer die Tagespresse verfolgt, hat gerade erst gelesen, dass die Pflicht der Protokollierung von den meisten Vermittlern nicht eingehalten wird. Erkennt der versicherte nach Tarifwechsel, egal wann, dass er den Preis senkte den Beitrag aber dem entgegen exorbitant erhöhte, immer mehr Zuzahlung zu leisten hat, gegenüber dem, was er vorher versichert hatte, so wird nur ein gefertigtes Protokoll, sofern vorhanden, im Streitfall Klarheit schaffen.

Wer beim Tarifwechsel wirklich „gewinnt“, zeigt sich meist erst in Jahren. Ohne Protokollierung geht es demnach nicht. Beachten Sie bitte, sollten Sie einen solchen Auftrag ausweisen, dass ein Tarif zwischen 900 und über 1100 Details aufweist, in inhaltlich von einem anderen unterscheiden zu können.

Der pauschale Hinweis, dass ja sich die wichtigen Dinge nicht ändern würden, bezieht sich zweifelsfrei und ausschließlich auf die Bewertung dessen, der wichtig von unwichtig trennt – gemeint ist der Vermittler, der durch die Preisdifferenz verdient.

Meiner Meinung nach ist, bis die PKV Anbieter am Markt ein tragfähiges Konzept entwickelt haben, lediglich die Honorarberatung hier vertretbar. Ein fester Stundenlohn für eine inhaltlich ausgerichtete Beratung über alle Tarifmerkmale senkt die Kosten für den Versicherten und ermöglicht ihm eine eigene Beurteilung seiner Möglichkeiten.

Erste Informationen zur Komplexität einer PKV finden Sie im Downloadcenter in Form eines Leitfadens. Eine inhaltliche Beratung auf Honorarbasis ist nach Vereinbarung individuell gestaltet möglich. Natürlich ist die nachfolgende Betreuung zugesichert.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Interview im Sender „Wirtschaft TV“

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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