Haushaltskonsolidierung per GKV Rücklagen

Wer hat noch Geld?

Eine schwarze Null sollte es werden, ging es um den Wunsch des Finanzministers. Um dem Ziel nach einem ausgeglichenem Haushalt möglichst nahe zu kommen, wird unter anderem auch der Zuschuss für den Gesundheitsfonds gekürzt.

Regulär wären es 14 Milliarden €, die der Bund ins System pumpt – diesmal werden es nur 10,5 Milliarden sein. Allein in 2013 wurde dem System über 8 Milliarden € entzogen. Der volle Zuschuss wird erst wieder 2016 zu erwartenden sein. Mit dem Bundeszuschüssen beteiligt sich der Staat an den sogenannten „versicherungsfremden Leistungen“, die als zusätzliche Leistungen das GKV System gegenüber dem der PKV auszeichnen. Solche Zahlungen sind zum Beispiel das Mutterschaftsgeld oder auch die Finanzierung der beitragsfreien Familienversicherung, deren Abschaffung schon im letzten Wahlkampf Gesprächsthema war.

Das Geld wird nun fehlen und dazu führen, dass die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung noch schneller aufgebraucht werden, als durch die steigenden Kostendruck zu erwarten ist. Beitragsprämien und Zusatzleistungen haben die Kassen zu dem mit Kosten belastet und Rücklagen geschmälert.

Begründet durch die Reform des Herrn Gröhe, den durchschnittlichen Beitragssatz zu senken, werden flächendeckend Zusatzbeiträge zulasten der Versicherten zu erwarten sein. Die Zusatzbeiträge werden erstmals einkommensabhängig gestaltet sein und vermutlich einen regen Kassenwechsel mit der dazugehörigen Bürokratie, die finanziert werden muss, auslösen. Die Arbeitgeber werden damit einseitig begünstigt und die Versorgung der Versicherten vermutlich nochmals gemindert.

Mittelverwendung

Allein die Kürzung um 3,5 Milliarden € schlägt sich in Höhe von 11,5 % in den GKV Finanzreserven nieder. Dieses von den Versicherten angesparte Geld wird nun, so betonte der vdek, zur Haushaltskonsolidierung herangezogen werden.

Der gesetzlich Versicherte als Staatsschuldner! Schon seit Jahren beklagt man die Intransparenz der Mittelverwendung der Beitragszahlungen der gesetzlich Versicherten. Steigende Kosten für Bürokratie, immer mehr Behörden und Gremien, die finanziert werden wollen, enorm hohe Einkommen von Vorständen und Führungspersonal, der Kauf von Bürogebäuden durch den GBA sind dabei nur einige wenige Beispiele, die belegen, wie mit fremden Geld im System umgegangen wird. Nähere Informationen zu diesen Dingen finden Sie in der Studie Faktencheck des Premiumcircle Deutschland. Auch das 1000 Teile Puzzel belegt die Überschaubarkeit der Behörde GKV in beeindruckender Weise.

Eine grundsätzliche Neuordnung des Gesundheitssystems ist seit Jahren zwingend notwendig. Sieht man die Handlungen der Politiker, so bleibt lediglich die Hoffnung, dass hier irgendetwas grundlegendes einmal passieren könnte. Wer versicherungsfrei ist, hat die Möglichkeit in das System der PKV, im wesentlichen durch ein Vertragssystem gegenüber dem -„Kann- Regelung“ der GKV zu wechseln. Aber Achtung, es handelt sich um Versicherung.

Privat versichert zu sein heißt noch nicht auch Privatpatient im Leistungsfall zu sein. Nur ein verschwindend geringer Teil von Tarifen am PKV Markt kommt auf Augenhöhe der GKV, wenn es um die Gesamtheit der Leistung geht. Die Unterschiede der Systeme zu kennen, ist zwingende notwendige Grundlage, entscheiden zu können ob das der richtige Weg ist. Erste Informationen finden Sie in Form eines Leitfadens zum Thema Krankenversicherung bei mir im Downloadcenter.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

NEUE LEITFÄDEN IM DOWNLOADCENTER

 

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