Preisstabilität / Beitragsstabilität. Wo ist der Unterschied?

Schon bemerkt?

In den letzten Tagen führte ich immer öfter mit vielen meiner Kollegen ein Grundsatzgespräch zu den beiden Begriffen Preisstabilität und Beitragsstabilität. Der einheitliche Konsens, wenn auch nicht immer gleich im Gespräch zu finden, war dann folgender: entgegen der ständigen Werbeaussagen, basierend auf dem Terminus Beitrag ist doch eigentlich er der Preis gemeint. Der Preis für eine Ware, in unserem Gewerbe ein Vertrag (Beispiel: Krankenversicherungsvertrag),ist eine Geldmenge die für eine vereinbarte Leistung (Versicherungsschutz) monatlich abgebucht wird. Was aber wäre dann der Beitrag? Um vollkommen unvoreingenommen das Gespräch führen zu können, eignet es sich durchaus, Einblick bei Wikipedia zu nehmen. Dort wird zum Ausdruck gebracht, dass der Beitrag die Summe aller Aufwendungen darstellt, ein gesetztes Ziel/Ergebnis zu erreichen.

Im Bereich der Krankenversicherung ist der Versicherungsvertrag die Rückversicherung für Kosten, existenzielle Kosten, die Unfall oder Krankheit und andern im Vertrag genannten Ereignissen entstehen können. Das Ziel ist damit klar definiert: Absicherung von nicht planbaren Kosten.

Immer wieder müssen viele Versicherte erleben, dass Leistungen, die sie meinten versichert zu haben, denn sie glauben privat versichert und auch Privatpatient zu sein, dann doch nicht versichert sind. Die dann anfallenden Kosten müssen, sofern es keine Alternativen gibt, selbst gezahlt werden.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte, wird deutlich, dass der Preis ein Element des Beitrags ist.

Preis + zusätzliche Aufwendung = Beitrag.

Bedenkt man nun den medizinischen Fortschritt und die ständig steigende Lebenserwartung der Menschen, folge ich dem Gedankengang, dass auch wenn der Preis stabil ist der Beitrag sich ändern kann. Gemeint ist, dass immer neue Behandlungsmethoden als Ergebnis des technischen Fortschrittes aber auch neue Krankheitsbilder den Gesundheitsmarkt mit charakterisieren und bewegen. Versicherungsverträge sind meist starr formuliert. Leistungen werden benannt und aufgezählt, eventuelle Einschränkungen werden im Regelzusammenhang der MB/KK und deren Relativierungen mit aufgelistet. Diese Verträge sind in meinen Augen Versicherungsschutz für einen gewissen Zeitraum, denn dann überholt die Realität die vereinbarte Leistung / Absicherung.

Der Beitrag wird daher wahrscheinlich immer weiter steigen. Der Versicherungsschutz ist nicht mehr zeitgemäß. Viele neue Untersuchungsmethoden sind nicht eingeschlossen und müssten, sofern benötigt, selbst gezahlt werden.

Fazit: um heute aber auch morgen umfassend versichert zu sein, Kosten für Unfall und Krankheit nachhaltig und strategisch versichert zu haben, Selbstzahlungen vermeiden zu können, sollten solche Verträge „offene“ Formulierungen haben. Mit der Einführung der Mindestkriterien und deren Einarbeitung in Krankenversicherungsverträge haben sich viele Formulierungen in die richtige Richtung bewegt. Aber Achtung! Die Branche hat sich nicht wirklich umfassend verändert. Oft liest man von einem offenen Hilfsmittelkatalog und eine Seite weiter finden sich dann  die Einschränkungen.

Die Sichtweise nicht vergessen

Die Betrachtungsweise, Preis und Beitrag zu unterscheiden, lässt sich auch auf andere Risiken übertragen. Wenn man bedenkt, dass die meisten Berufsunfähigkeitsversicherung immer noch per Onlinerechner und über den Preis gewählt werden, wird nachvollziehbar, warum es immer wieder heißt „die Zahlen ja doch nicht“.

Der Beitrag einer Absicherung/Versicherung ist immer die Summe aller Zuwendungen. Wie diese sich zusammensetzen leitet sich aus dem Vertragsinhalt ab. Was ist versichert und was ist selbst zu zahlen? Unter diesem Aspekt kann ich jedem raten, zu prüfen, wie offen seine Vertragsinhalte formuliert sind und wie zeitgemäß er versichert ist.

Geschlossene Formulierung sind nicht grundsätzlich schlecht, reichen diese aber auch aus, zukünftig richtig versichert zu sein. Das ist jeweils eine Einzelfallbetrachtung, bedenkt man die Tarifvielfalt der letzten 30 Jahre. Erste Informationen, zu signifikanten und in meinen Augen unerlässlichen Vertragsparametern finden Sie bei mir im Downloadcenter im Form eines Leitfadens. Dieser stellt keine Beratung dar, soll lediglich auf einige Dinge in sensibilisieren, denn meistens wurden Policen verteilt-inhaltlich beraten wurde fast. Beratung auf fachlich hohem Niveau setzen eine gewisse Spezialisierungserfahrung voraus. Letzten Jahre wann ihr geprägt von Bauchladenverhalten-dem Vermittler der „alles“ kann.

Bitte beachten Sie die Begrifflichkeiten besonders bei den „Beitragsoptimierern“. Was wird optimiert?

Frank Dietrich Fachmakler

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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