Prüfung einer vorvertraglichen Anzeigepflicht-mit oder ohne Vermittler?

Werden Sie auch wirklich fachlich betreut?

Wer vermittelt, sollte Vermitteltes auch betreuen. So die Maxime meines Handelns seit vielen Jahren. Begründet durch einen aktuellen Vorfall, möchte ich hier einige Dinge darlegen und Beteiligte dazu motivieren, sich Gedanken darüber zu machen, welches denn wohl der richtige Weg wäre, bei solchen Prüfungen zu verfahren.

Ich unterscheide hier Anbieter 1 und Anbieter 2.

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Inhalte besprechen – mit viel Zeit

Anbieter 1 formuliert, sofern es Hinweise auf die mögliche Verletzung einer Anzeigenpflicht gibt, ein Schreiben an den Versicherten. In dem Schreiben erklärt er den gesetzlichen Hintergrund der Prüfung und bitte diesen vorab um Aussagen, den Fall betreffend. Zudem bittet er um eine Entbindung der Schweigepflicht und weist auch darauf hin, dass der Versicherte die zur Prüfung notwendigen Daten auch selbst erbringen kann. Egal, welchen der Wege der Versicherte wählt, der Behandler erhält einen Fragebogen mit Fragen, die die Behandlung betreffen und im wesentlichen den Zeitpunkt, ab wann eine Behandlungsbedürftigkeit vorlag und natürlich auch dem Kunden gegenüber bekannt gemacht wurde. Ich denke, das ist der einfachste Weg, und habe mich bisher, fast immer zwischen Anbieter und Versicherten positioniert, um über die Rechtmäßigkeit der Fragen und auch der Antworten, gegenüber den Aussagen des Kunden, zu wachen. In einigen Fällen war es gut so. Ich erkannte Differenzen in der Kommunikation, die sonst zulasten des Kunden ausgegangen wären. Diese zu klären, wäre unstrittig möglich gewesen, hätte aber auch mehr Zeit und Kosten auf allen Seiten verursacht und dem Kunden mit Sicherheit nicht zugesagt.

Entgegen dazu

Anbieter 2 teilte mir heute mit, dass er zum Ermessen eines solchen Sachverhaltes direkt vom Arzt alle Unterlagen in Kopie einsehen möchte, die diesen Fall belegen. Eigenartig daran ist, dass der Arzt nicht einfach nur gefragt wird, sondern dass der Anbieter sich eine eigene Meinung, auch unabhängig vom Arzt, bilden möchte. Ich sehe hier grundsätzlich neues Stresspotenzial, denn umso mehr Leute an einem Vorgang beschäftigt sind, umso mehr Antworten (Meinungen) wird es erfahrungsgemäß geben (Viele Köche…). Auch ist hier, denn es handelt sich um eine Zahnbehandlung, mit weit höheren Kosten zu rechnen, ein doch relativ einfachen Sachverhalt zu prüfen. Hätte es nicht ausgereicht, wie bei Anbieter 1, den Kunden nochmals genau sich positionieren zu lassen und dann auf diesem Wege zum Arzt die Kommunikation aufzubauen, zu erfahren wann die Behandlungsbedürftigkeit vorlag und wann dies mitgeteilt wurde?

Schlussendlich konnte mir bisher keiner der Anbieter eine Antwort darauf geben, warum wir Makler, für unsere Tätigkeit haftend (Betreuung), auch Geld dafür erhalten (BP), im Wald stehen gelassen werden. Wenn man sich auf inhaltliche Dinge beruft, die dem Datenschutz unterliegen, so wäre doch zumindest eine Information, dass etwas geprüft wird, denkbar und sinnvoll für mein Empfinden notwendig. Nur ein Miteinander festigt die Dauerhaftigkeit.

Wer derart lange die Tätigkeit als Vermittler ausübt, der hat die Erfahrung dass Probleme oftmals (nur) durch Kommunikationsmängel begründet werden und nicht real existieren. Auch würde man Kosten einsparen können und die Kundenbindung, festigen. Richtig?

Was bitte meinen Sie?

Frank Dietrich    

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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