Pflegekostenzusatzversicherung – meist am Bedarf vorbei versichert

Generationenvertrag Pflegekostenzusatzversicherung - meist am Bedarf vorbei versichert

MITEINANDER – auch im Alter

Analyse und Beratung oder nur Verkauf?

Die Kosten, die bei Pflegebedürftigkeit anfallen, privat abzusichern, ist zwingend notwendig. Nur wie macht man es richtig? Unabhängig davon, ob Sie sich für eine geförderte oder ungefährdete Police entscheiden, achten Sie bitte auf den Gesamtkostenaufwand, der im Leistungsfall anstehen würde. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung ist eine Teilkostenversicherung. Das sollte nun mittlerweile ein jeder verstanden haben. Die geförderte Pflegeversicherung schließt die Versorgungslücke im Leistungsfall nicht. Auch sie ist nur ein Tropfen auf einen sehr großen heißen Stein.

Immer wieder „beraten“ Vermittler über Beiträge, nicht über die Realität, die im Leistungsfall dem Versicherten ins Gesicht springt und empfehlen Teilabsicherung, wie zum Beispiel bei stationärer Pflege in Stufe drei. Sicherlich werden hier mit die höchsten Kosten verursacht und damit sind auch die höchsten Zuzahlung zu leisten aber betrachtet man die Realität und auch die Prognose in die zukünftigen Jahre, so fällt zweifelsfrei sofort auf, dass in dieser Pflegestufe nur die wenigsten Menschen, meist auch nur kurz, verweilen allein in den ersten beiden Pflegestufen werden im Jahre 2012 (Quelle: Bundesgesundheitsministerium) ca. 91,6 % der Pflegebedürftigen gepflegt.

Was ist mit Demenz?

Auch wird immer wieder gerne vergessen, oftmals mangels Einfühlungsvermögen und Kompetenz, die verminderte Alltagstauglichkeit, auch Demenz in allen ihren Ausgestaltungen, mit zu versichern. Demenz taucht immer früher im Leben der Menschen auf und begründet durch bessere Medizin und höhere Lebenserwartung steigen damit die Kosten für die Betreuung der Betroffenen. Noch vor einigen Jahren war die durchschnittliche Lebenserwartung eines Demenzerkrankten unter zehn Jahren – heute können es Jahrzehnte sein.

Was aber wird benötigt?

Würden Sie morgen  pflegebedürftig werden, welche Kosten hätten Sie oder auch die Familie zu tragen? Ein so genannter Pflegefinder, im Internet sehr leicht zu finden, beantwortet die Frage bei Eingabe der eigenen Postleitzahl für den festzulegenden näheren Umkreis. Hier finden Sie die Preise für ambulante und stationäre Pflege pro Tag oder auf den Monat gerechnet. Damit sind die Kosten bekannt und die Zuschüsse der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung können davon abgezogen werden, um den Bedarf zu ermitteln. Aber Achtung! Wenn die Finanzierungslücke, die sich so ermitteln lässt, geschlossen ist, sind gerade mal die Mindestkosten abgesichert. Beachten Sie bitte auch, dass Menschen die in einem Heim leben auch Bedürfnisse haben, wie zum Beispiel eine Zeitung lesen zu können oder vielleicht einen Ausflug machen zu dürfen oder sich einfach nur etwas zu können. Ich meine damit, dass sie bitte nicht das „Taschengeld“ vergessen möchten.

Ist dieser Wert, der zu versichern ist, nun endlich gefunden, geht es um die Auswahl des persönlich richtigen Tarifes. Auch hier: Achtung! Gerade erst gestern wandte sich ein Anbieter von Pflegetagegeld mit der Frage an mich, warum ich die Produkte bisher nicht vertreiben würde. Eine weltweite Geltung war auch gleich im Gespräch, hing aber von der weiteren Zahlung einer gesetzlichen Pflegepflichtversicherung in Deutschland ab, die nun einmal nicht weltweit leistet und für einen Menschen der im Ausland lebt ohne dort eine Leistung zu bekommen sicherlich wenig Sinn macht weiter zu zahlen. Gemeint mit diesem Hinweis ist, dass viele Dinge sich beim schnellen Lesen sehr gut anhören, beachtet man aber die Verklausulierungen oder die realen fachlichen Hintergründe im Sozialrecht und Versicherungsrecht, so bleibt meist nicht mehr sehr viel Gutes übrig. Wer sich privat absichern möchte, die Kosten bei Pflegebedürftigkeit im Alter auch zahlen zu können, benötigt Zeit und Sachverstand-oder einen spezialisierten Vermittler.

Erste Unterlagen zum Thema Pflegekostenzusatzversicherung finden Sie bei mir im Downloadcenter in Form eines Leitfadens. Es ist keine Beratung, soll auf einige Dinge hinweisen und erste Informationen geben. Ich selber pflegte in der eigene Familie jahrelang und spreche aus der Erfahrung von Betroffenen –  nicht mit den Worten werbender Prospekte.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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