Die Private Krankenversicherung „bewegt“ sich

Neue Wege im Miteinander dringend notwendig

Dass wir in Deutschland dringend eine neue Ordnung unseres Gesundheitssystems benötigen, bestätigt sich immer wieder. Regelmäßige Reformen änderten nichts am stetigen Beitragsanstieg, in der GKV zudem noch bei sinkende Leistungen.

Egal, welches der beiden Systeme (PKV-GKV) gerade im Gespräch ist, es gibt überall den Bedarf einer grundsätzlichen Neuordnung, so meine Meinung. Vieles wird überlegt, einiges wird sich kurzfristig ändern.

Unser Gesundheitsminister senkt den Beitragssatz in der GKV. Zusatzbeiträge werden wieder kommen, diesmal einkommensabhängig. Das verlagert die finanzielle Belastung, hin zum Versicherten.

Vermutlich werden auch zudem Leistungen verringert und wenn die Wirtschaftslage sich dann doch mal eingetrübt (ich denke das ist im Kommen, wird aber nicht in den Medien wirklich erwähnt) wird es wieder eine Zunahme von Leistungsverweigerung geben. Da es in der GKV kein Vertragsrecht gibt, hat der Versicherte dann nur das Prinzip „Hoffnung“, Leistungen durchzusetzen, notfalles vor Gericht.

GKV-PKV Die Private Krankenversicherung "bewegt" sich

Unabhängig davon ist die GKV nicht für die Folgen des demographischen Faktors gewappnet – Rücklagen existieren nicht und das umlagenfinanzierte System befindet sich seit Jahren im Kippen. Ständige Subvention der Steuerzahler, auch derer, die privat versichert sind, erhalten das System. Die Mittelverwendung ist intransparent.

In der PKV hingegen, mit einer stetig steigenden Zahl an Rückstellung (ca. 200 Milliarden) und vertraglich garantierten Leistungen, macht man sich Gedanken, die eigenen Probleme zu bekämpfen. Mit der Einführung der Unisextarif-Welt wurde bereits der erste Schritt getan. Mindestkriterien fanden, je nach Anbieter in unterschiedlicher Menge aus der Gesamtempfehlung des PKV Verbandes, Eingang in die neuen Tarife. Nun wird zudem überlegt, wie man den steigenden Beiträgen begegnen kann. Begründet durch den enormen Kostendruck, resultierend aus stetig steigender Lebenserwartung und regelmäßig steigenden Preisen für die Behandlung, wird derzeit eine pauschale Beitragserhöhung um geschätzte 4 % überdacht. Dieser Mehrbeitrag soll zusätzlich Rückstellungen bilden, die zukünftige Beitragsanpassung mindern oder sogar verhindern sollen. Die Überlegung zeigt das Engagement der PKV, aus Fehlern zu lernen.

Begrüßenswert wäre das auch in der Politik, die Probleme eher managed, denn löst. Es ist nicht neu, dass 90 % der chronischen Krankheitsbilder auf den Lebenswandel des Betroffenen zurückzuführen sind. Liest man dem entgegen Paragraph 1 des Sozialgesetzbuches V, so ist das nicht zu erklären.

Der Versicherte, so die Bestimmung, hat durch seine Lebensführung Krankheiten vorzubeugen und sofern er erkrankte, sein Leben so zu führen, dass es der Heilung förderlich ist. Wäre das nicht nur Theorie, gäbe es weit weniger Erkrankungen und damit Kosten. Rauchen wäre grundsätzlich untersagt.

Frank Dietrich    

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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