Neuordnung der Pflegeversicherung-nun auch kapitalgedeckt?

Generationenvertrag Neuordnung der Pflegeversicherung-nun auch kapitalgedeckt?

Wir alle werden älter – verteilen wir die „Last“

Höchst überfällig

Immer wieder lebt Diskussion über das Grundprinzip zu Zahlen der Kosten im  Gesundheitssystem erneut auf-so auch in der Pflegeversicherung. Diese soll neu geordnet werden, ich denke, darüber hat bereits jeder etwas gelesen. Ein aktueller Bericht von David Bowles und Wolfgang Greiner gibt Anlass, darüber nachzudenken, ob diese neue Ordnung auch ihr (theoretisch) gestecktes Ziel erreichen kann. Es geht um die Beurteilung der Inhalt des Referentenentwurfes zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung.

Neben den dort eingeplanten Verbesserung auf der Leistungsseite, gemeint ist die Stärkung der häuslichen Pflege und Anpassung von Leistungswillen, steht insbesondere die Einführung eines Vorsorgefonds im Mittelpunkt dieser Reform. Damit wird erstmals auch hier der Gedanke der Kapitaldeckung, nicht der „Solidarität“, von allen Parteien akzeptiert. Dieser Vorsorgefonds soll einem Zeitraum von 20 Jahren angespart werden und hat im wesentlichen die Grundaufgabe, so der politische Gedanke, in den Jahren, in den eine besondere Steigerung der Pflegebedürftigkeit in der Bevölkerung zu erwarten ist, diese finanzielle Belastung zu mindern. Kosten werden somit zeitlich vorgezogen und nachfolgende Generationen sollen entlastet werden. Ab ca. 2035 rechnet man mit einem weit höheren Aufkommen von Pflegebedürftigen und auch damit dass dieser „Effekt“ zumindest vorübergehend zum Jahr 2016 zur Ruhe kommen wird. Interessanterweise wird in dem Referentenentwurf nicht mitgeteilt, wie hoch die zu erwartende Reduktion der späteren Belastung, die durch diesen Form gesenkt werden soll, ausfallen wird.

Wieder ein Schuss ins Blaue?

Auch wird davon gesprochen das gesetzlich verhindert werden muss, dass unsere Regierung, mal wieder in diesen Topf hinein greift, um andere Löcher zu schließen. Die Vergangenheit lehrte uns, dass auch solche gesetzliche Bemühungen oft nur von kurzer Dauer sind, betrachtet man die Geliebte und die derzeitige Politik. Es bleibt zu befürchten, so der Bericht der beiden Herren, die dieses mithilfe von Hochrechnungen versuchten nachzuvollziehen und zu prognostizieren, dass diese Entlastung, wenn es überhaupt eine ist, gerade mal den Inflationsausgleich darstellen wird. Die in dem Bericht veröffentlichte Hochrechnung, so meine Meinung, zeigt das die Idee in ihrer Substanz sehr gut ist, einen Schritt in die richtige Richtung darstellt aber auch nur ein Schritt von sehr vielen ist, die ihr nicht bedacht werden und die noch zu gehen sind. Ich möchte einmal wieder daran erinnern, dass man die Ursachen der Pflegebedürftigkeit man näher in Augenschein nehmen sollte.

Es ist signifikant, dass entgegen des Paragraphen 1 Sozialgesetzbuches V, in dem auch von der Mitwirkung des Versicherten im Sinne des Erhalts seiner Gesundheit und der Unterstützung im Heilungsprozess gesprochen wird, dann doch 90 % der chronischen Erkrankung auf die Lebensweise zurückzuführen sind. Früher gab es in der Jugend der Sportabzeichen-heute Koma saufen. Was ist passiert und wäre es nicht sinnvoller diesen Weg zurückzugehen und sich über Bewegung, Ernährung, Alkohol und das Rauchen Gedanken zu machen?

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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