Asymetrischer Schädel bei Säuglingen – GKV zahlt nicht

Notwendig, wirtschaftlich, zweckmäßig – menschlich?

Ein aktuelles Urteil zeigt meiner Meinung nach mal wieder, was der Mensch in der GKV an „Wert“ hat. Die Solidargemeinschaft, deren Solidarität vor de Einzelnen aufhört, wird erneut belegt.

Was war passiert?

Zwillingen wurden geboren. 2012 kamen diese zur Welt. Eines der Kinder hatte einen asymmetrischen Schädel. Sonst waren beide gesund. Der Missbildung entgegen wirken zu können, bemühte sich die Eltern um einen Helm der, eine sogenannte Kopforthese, damit die Asymmetrie behandelt werden kann, die Kopfform Normalität erlangt. Die Kosten, ca. 1.800,- €, wurde der GKV zum Ausgelich vorgelegt. Die Verweigeret die Zahlung mit der Begründung, dass der gemeinsame Bundesausschuß (GBA) für diese Behandlungsart keine Empfehlung vorsieht und aussprach.

Das Detmolder Sozialgerichte bestätigte zudem, das Ausnahmen nicht möglich seien, sofern die Empfehlung nicht gegeben wurde.

Bürokratie vor Menschlichkeit?

Ein solches Urteile, sich auf eine fehlende Empfehlung berufend, erinnert mich an die Erzählungen von Betroffenen, die aus England oder Holland ratsuchend zu mir kamen. In beide Länder, so die Berichte, wurden Diagnosen klar verweigert. Die Begründung ist kaum glaubhaft aber mehrfach bestätigt: Wo keine Diagnose, da auch keine Therapie und damit auch keine Kosten für die Kassen. Das eine Mal handelte es sich um ein Kind, welches bei der Geburt Sauerstoffmangel erlitt. Die Diagnose wurde erst für dem Zeitpunkt nach 2 Jahren zugesagt!! Zum zweiten Mal war es ein Hautkrebs, der nicht wirklich diagnostiziert wurde. On man hier davon ausging, dass sich das „Problem“ bald von selbst lösen würde, würde man nur noch ein wenig abwarten?

Ich empfinde eine solche Empfehlung, die klar hätte schon längst ausgesprochen werden müssen, als eine solche Kostenbremse auf dem Rücken der Versicherten.

Auch wird damit klar, dass der nebulöse Vorschlag der Politiker, das Gesundheitssystem zu monopolisieren, also eine Bürgerversicherung einzuführen, schon überall da wo das gemacht wurde, versagte und das es nicht sei kann, dem nachzustreben. Offensichtliches wird in der Politik nicht berücksichtigt, so scheint es.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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