Wenn aus „billig“ teuer wird – DKV Osttarife

„Billig“ muss man sich leisten können

Von Nachhaltigkeit keine Spur. Gemeint ist die Kalkulationsgrundlage bei den so genannten „Ost-Tarifen“ der DKV. Auch andere Unternehmen sind davon betroffen.

Mit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung sahen viele Private Krankenversicheruneng die neuen Bundesländer als neues Klientel für eine besondere Tarifreihe. Kalkuliert wurde auf Basis geringerer Preise für ärztliche Behandlung.

Bedenkt man, dass eine PKV eine lebenslange Versicherung darstellen soll, stellt sich die Frage, ob die Anbieter wirklich davon ausgehen, dass auch die Preis gefährdet lebenslang bestehen bleiben werden. Natürlich nicht! Es ging um schnellen Umsatz, der heute viele der Versicherten teuer zu stehen kommen könnte.

Dringender Anpassungsbedarf wird signalisiert. Arztbesuche finden nicht grundsätzlich in Wohnortnähe statt und Preise Ost/West haben sich nahezu angeglichen. Auch sind versicherte aus den neuen Bundesländern in die alten Bundesländer  gezogen und haben den Versicherungsschutz mitgenommen.

Die Anpassung kommt

Gut 900.000 der dort Vollversicherten müssen zum 1. April des nächsten Jahres eine Anpassung im Schnitt von über 4 % rechnen. Bedenkt man die gestimmte Beitragsgarantie, eines Berechnungsfehlers wegen entstanden, wird es für viele zum 1. April nächsten Jahres teuer werden.

Trotz des enormen Preisanstieges bleibt der vertragliche Inhalt im Grunde unverändert. Ein dringender Wechsel ist empfohlen – egal ob innerhalb der Gesellschaft oder auch einem anderen Anbieter. Entscheidend sind und können nur die vertraglichen Leistung sein.

Was wird benötigt, was kann ich nicht ausschließen, später zu brauchen? Einige wichtige Hinweise finden Sie bei mir auf der Homepage, zusammengefasst auch im Downloadcenter zum herunterladen in Form eines Leitfadens. Auch eine kurz gehalten Checkliste für bereits vorhandenen Versicherungsschutz, ist dort hinterlegt.

Es trifft auch andere Anbieter, denn diese folgten bis 2011 dem gleichen Marketinggedanken. Man versuchte über den Preis des Versicherungsschutzes Versicherungsfreie oder Selbstständige/Freiberufler in die PKV hinein zu werben. Erst einmal versichert, so der Gedanke, würde in folgenden Jahren, bei vorausgesetzt steigendem Einkommen des Versicherten, der so genannte Einsteigertarif in einem umfassend formulierter Folgekosten Tarif gewechselt werden. Diverse Optionsmodelle finden sich heute noch am Markt.

Das Marketingkonzept hat sich nicht als wirklich tragfähig bestätigt. Der Grund ist ganz einfach! Grundsätzlich gilt, dass ein Vermittler seinem Kunden auf Augenhöhe begegnet. Große Heerscharen von schnell ausgebildeten Vermittlern überschwemmten damals den Markt. Auf einige wenige Parameter wurde die sogenannte Beratung für die PKV realisiert. Policen wurden verteilt. Spezialisierung war damals eher ein Fremdwort und ein Kunde, der nur einige wenige Parameter eines Versicherungsschutzes kennen lernte, konnte nicht wirklich entscheiden, was an seinem Versicherungsschutz fehlt. Damit sah er auch nie dieNotwendigkeit, sich höher zu versichern und verblieb meist im Einsteigertarif. Das Konzept ging fehl.

Wie oben schon erwähnt, folgten diese Einsteiger-Tarife in stärkerem Maße den steigenden Preisen am Markt und verteuerten sich enorm. Fehlende oder begrenzte Leistungen verursachten Selbstzahlungen der Versicherten für Behandlungen/Untersuchung, die man eigentlich versichert glaubte. Die PKV verlor am guten Ruf – statt inhaltlicher Beratung folgte man dem Ruf nach schnellem Umsatz auf dem Rücken nicht wirklich Versicherter.

Dringender Handlungsbedarf!

Grundsätzlich gilt, dass man sich bei der Wahl der richtigen Krankenversicherung natürlich primär und hauptsächlich auf die versicherten Inhalte des Tarifes zu stützen hat. Der beste Tarif macht aber wenig Sinn, wenn man nicht mehr bezahlen kann. Deshalb gehört der zweite Blick sofort auch auf den Anbieter gerichtet, seine Zuführungswege (Vertriebe), die Pflege der Tarifreihen, die Annahmepolitik und natürlich auch sein Auftreten am Markt.

Das Thema gehört nicht auf die lange Bank. Jede Erkrankung und jeder Unfall kann dazu führen, dass die Versicherungsfähigkeit sinkt oder gänzlich erlischt. In dem Wissen, dass diese Anpassungen vor der Tür stehen, sollte sofort gehandelt werden.

Gerne analysieren wir ihren vorhandenen Versicherungsschutz detailgenau. Bis zu 1000 Merkmale werden dargestellt und verglichen. Fachliche Kompetenz und jahrzehntelanger Erfahrung werden begleitend zu Ihrer Verfügung gestellt. Wir sind Makler und seit Jahrzenten auf das Thema spezialisiert.

Frank Dietrich   

Existenzielle Risiken, wie die Krankenversicherung, die Arbeitskraft und die Pflegekostenzusatzversicherung, abzusichern, ist unser Fachgebiet.