Beitragsanpassung DKV – was kann man tun?

DKV passt an – z.T enorm

Am 26. Januar veröffentlichte ich die Nachricht von den bevorstehenden Beitragsanpassungen in einigen der Tarifen der DKV. Erste Anrufe erreichten mich in den letzten Tagen, die ersten Anpassung sind eingetroffen. Sofort wurde ich gefragt, was man dagegen tun könnte.

Eines ist definitiv falsch: Eine sofortige Kündigung ohne in Ruhe darüber nachgedacht zu haben. Grundsätzlich gibt es, ausgelöst durch eine Beitragsanpassung folgende Möglichkeiten:

Unbenannt-1 Beitragsanpassung DKV - was kann man tun?1. prüfen eines Tarifwechsels in der Gesellschaft, um Rückstellungen nicht zu verlieren und andere erworbene Rechte beizubehalten (204 VVG.).
2. Kündigung und Wechsel des Versicherers, wenn bei einer spätestens jetzt zu realisierenden inhaltlichen Prüfung nach den versicherten Leistungen gegenüber dem eigenen Bedarf klar wird, dass die Leistungen nicht ausreichend sind oder sein könnten.

Achtung!

Die Prüfung von Tarifwechselmöglichkeiten sollte nicht durch irgendwelche für mein Empfinden windigen Beitragsoptimierer erfolgen, die mit der Prämisse des geringen Beitrags werben, meist nicht ausführlich und detailliert protokollieren und den Lohn auf die zu erziehende Beitragsdifferenz ausrichten.

Der Wechsel innerhalb einer Gesellschaft ist immer mit Vor- und Nachteilen verbunden. Der neue Preis ist eine Momentaufnahme, die veränderten Leistungen sind dauerhaft. Bitte vergessen Sie auch nicht die Prüfung der Unisex-Tarife, sofern sie in den Bisex-Tarifen versichert sind. Es bleibt zu hoffen, dass der Versicherer im Sinne des gesenkten Rechnungszins in dieser neuen Kalkulation in den aktuellen Tarifen in Zukunft weniger Anpassung wird fahren müssen. Beachten Sie aber auch das Thema Standarttarif / Basistarif, denn ein Rückweg in die Tarife vor 2012 ist nicht gegeben.

Lassen Sie sich nicht von Angeboten abschrecken die enorm hohe Beiträge haben. In einem aktuellen Fall wurde mir ein Beitrag für einen Versicherten von über 2300 € angeboten. Erst im Kleingedruckten fand sich der Hinweis auf das Recht, die Mehrleistung ausschließen zu lassen, so das der eigentliche Beitrag dann doch geringer war, als der von dem wir ausgingen.
Die DKV erhöht in relativ breiter Front und vermutlich bereits im nächsten Jahr wieder. Die Anpassung sind zum Teil limitiert und erinnern wir uns an den Vorgang vor einigen Jahren. Eine Beitragsgarantie wurde ausgesprochen, die hätte nie ausgesprochen werden sollen/dürfen.

Inhalt beachten:

Gut 70 Millionen musste das Unternehmen stunden und wir alle wissen, dass dieses weitere Kosten mit sich bringt. Wer zahlt? Natürlich der Versicherte. Ich erlaube mir auch der Hinweis, dass meiner Kenntnis nach in keinem der Tarife eine garantierte Leistung für eine Reha/AHB einer Gemischten Anstalt versichert ist. Es handelt sich um eine „Kann-Bestimmung“. In den letzten Jahren erlebte ich sowohl Ablehnungen als auch die Erstattung der Leistung auf freiwilliger Basis.

Unbenannt Beitragsanpassung DKV - was kann man tun?Da diese Art der Behandlung sehr schnell sehr teuer wird, sollte man bei einem Wechsel, sofern dieser die bessere Lösung darstellt, beim neuen Versicherer auf die Vollständigkeit der Versicherungsleistungen achten. Auch erachte ich die Leistungen einer Krankenhausersatzpflege / häuslicher Krankenpflege als besonders beachtenswert. Weitere besondere Kriterien, die meines Erachtens zwingend notwendig zu berücksichtigen sind Finn sie entweder wie auf der Homepage oder in Form eines Leitfadens, einer Checkliste oder einees Fragebogens zu den gewünschten Leistungen einer privaten Krankenversicherung im Downloadcenter.

Ein Wechsel des Versicherers ist mit der Beantwortung von Gesundheitsfragen einhergehend. Neu hinzugekommene Erkrankungen müssen angegeben werden und können zu Risikozuschlägen oder sogar Ablehnungen führen. Erkrankung der Vergangenheit, die ausgeheilt sind, könnten aus dem Fragezeichen herausfallen und mögliche Zuschläge, die man bisher dadurch hatte, entfallen lassen. Definitiv aber beginnen die Zahnstaffeln von neuem.

Welches der persönlich richtige Weg ist, wird sich nur nach Einzelfallbetrachtung herausfinden lassen. Allerdings muss ich zwingend darauf hinweisen, dass der Erfahrung der letzten Jahre nach, mir kaum ein Versicherer bekannt ist, der bei dem Wunsch eines Versicherten, einen Tarifwechsel zu realisieren, wirklich fachlich, engagiert und kompetent unterstützte. Der Tarifwechselleitfaden stellt sich immer mehr, was vorher schon in aller Deutlichkeit angesprochen wurde, als eine Farce heraus. Fristen werden nicht eingehalten, die Kunden nicht detailliert und transparent über Vor- und Nachteile informiert.

Eilen Sie nicht, der Gesetzgeber hat einem Versicherten, der eine Anpassung bekommt einen Entscheidungszeitraum von bis zu zwei Monaten eingeräumt.

Frank Dietrich Fachmakler.

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