Intransparente Abrechungspraxis – alle zahlen die Zeche.

Transparenz als Fremdwort

Unser Gesundheitssystem leidet – leidet an den Maßnahmenverordnung der Reformen der letzten Jahre und an der über Jahre entstanden Intransparenz jeder Art der Geldflüsse und Verantwortlichkeiten.

Wieder, und es ist nicht das erste Mal, wird über Abrechnungsbetrug berichtet. Jedes zweite Krankenhausrechnung soll fehlerhaft sein (Quelle: GKV Spitzenverband). Dennoch werden keine Maßnahmen ergriffen, dem Abhilfe zu schaffen. Eine Einigung der deutschen Krankenhausgesellschaft und dem GKV Spitzenverband auf ein klares Verfahren zur Prüfung von Abrechnung ist bisher nicht erfolgt.

Gelder werden vernichtet, nicht nur bei Errichtung von Bürogebäuden, wie sie der GKV Spitzenverband in Berlin Mitte errichtete, sondern überall im System. Gelder der Versicherten, die dem eigentlichen Zweck damit entzogen werden.

Nichts dazu gelernt

Kassenhopping, wie schon vor Jahren, als Zusatzbeiträge kamen und gingen, wird auch ab 2015 wieder zu erwarten sein, wenn es um den „Wettbewerb“ der Geldvernichtung geht.

Liest man die derzeitigen Bestimmung des Sozialgesetzbuches zum Prüfungsverfahren von Abrechnung, so möchte man kaum glauben, was dort steht. Ehrlichkeit scheint nicht selbstverständlich und wird zusätzlich belohnt. Ich erinnere mich an eine Überschrift aus Zeiten, als Griechenland im Rahmen der Euro Thematik in den Schlagzeilen war. Dort wurden Mitarbeiter, die pünktlich zur Arbeit kamen, zusätzlich für Ihre Pünktlichkeit bezahlt. Auch hier war Tugend keine Selbstverständlichkeit.

Prüft eine Krankenkasse im Rahmen der gesetzlichen Prüfungspflicht eine Rechnung und erkennt diese als richtig an, wird eine Zahlung in Höhe von 300 € gegenüber dem Krankenhaus fällig. Stellt sich die Rechnung als fehlerhaft heraus, so muss lediglich das zu viel erhaltene Geld vom Krankenhaus zurückgezahlt werden. Das ist so, als würde der nicht alkoholisierter Autofahrer für seine Nüchternheit zusätzlich entschädigt werden. Hut ab, wo kommt solcher Schwachsinn her?

Wie man sich zukünftig einigen will, wird einer Schiedsstelle überlassen. Die fachliche Kommunikation unter- und miteinander scheint wohl nicht möglich zu sein, eine Lösung zu erarbeiten. Welche Geldvernichtungsmaschinerie noch im System existieren, werden wir wohl nie erfahren, so intransparent dieses System aufgebaut ist. Ein wirkliches Interesse an der Offenlegung der Geldströme scheint es nicht zu geben. Fremdes Geld gibt sich leichter aus und viele sitzen an den Töpfen.

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Intransparenz der GKV

Wo es überall brennt, zeigt die Studie Faktencheck des PremiumCircle Deutschland, einer Beratungsgesellschaft, die sich die Aufgaben, die eigentlich die Politik zu lösen hätte, zur eigenen Aufgabe machte. Auch die Politik sollte ihrem Berufe Berufung schulden und nicht nur daran interessiert sein, Macht zu bekommen und für sich zu erhalten, wichtige jeden zu erhöhen und übernommene Verantwortung nicht tragen zu wollen.

Frank Dietrich   

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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