Kassen wieder im Minus – Achtung Reform 2015

Unterfinanzierung chronifiziert?

Es ist nicht neu aber den handelnden Personen in der Politik, die für das Gesundheitssystem Verantwortung tragen immer noch unbekannt. Die gesetzliche Kasse hängt von der wirtschaftlichen Lage Deutschlands in ihrer Leistungsfähigkeit ab. Gerade erst waren die Guthaben zu hoch wie noch nie in der Geschichte Deutschlands, schon melden die ersten Kassen wieder rote Zahlen. Viele Kassen machten in den ersten drei Monaten diesen Jahres seit ca. sechs Jahren erstmals wieder ein Minus.

Allein die Techniker Krankenkasse trägt davon 72 Millionen, die Barmer 91 Millionen und die KKH 20 Millionen. Das GKV System – ineffizient und intransparent wie nie. Hier findet sich die Bestätigung.

Betrachtet man aus diesem Blickwinkel heraus die Reform des Hermann Gröhe, so zeichnet sich eine Horrorvorstellung für gesetzlich Versicherte ab. Durchschnittliche Beitragssatz wird von 15,5 % auf 14,6 gesenkt werden. Trotz steigender Kosten werden die Beitragseinnahmen sinken, damit die roten Zahlen höher werden und der Bedarf an Zusatzbeiträgen sicherlich schon vor Jahreswende bestehen.

Die Zeche zahlt der Versicherte.

Die Reform sieht vor, dass Kassen, die zu den Beiträgen weitere finanzielle Mittel benötigen, um zu überleben, Zusatzbeiträge, diesmal in Abhängigkeit vom Lohn, erheben dürfen. Der Beitragssatz für Arbeitgeber bleibt dem entgegen fix. Lobbyismus?

Ich erachte es als ständige Ignoranz der Politiker dem Bürger gegenüber, denn was zu tun wäre, diese Missstände, die seit Jahren die Ergebnisse der Reformen waren, zu begegnen, ist bestens bekannt. Es fehlt an Engagement und Fachkompetenz aber auch der Akzeptanz, die Verantwortung übernommen zu haben, die man nun nicht tragen möchte. Das System wird grundsätzlich neu konzipiert. Intransparente Geldflüsse haben zu versiegen. Unser Gesundheitssystem – ein weiterer BER? Wo liegt der Unterschied?FCHbl Kassen wieder im Minus - Achtung Reform 2015

In der Studie Faktencheck der Beratungsgesellschaft PremiumCircle Deutschland finden Sie alle – absolut alle – notwendigen Zahlen, Hintergründe zu erkennen, wo es hakt. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil – das ist Pflichtlektüre.

Frank Dietrich   

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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