Säumigkeit – Notlagentarif und Versicherungsschutz.

Die Folge einer Reform

Ich schrieb am 5. März 2014 erstmals dazu. Es geht um Säumige, die Ihre Beiträge für die Krankenversicherung nicht mehr zahlen konnten, nicht dazu in der Lage sind, die offenen Positionen zu bedienen und die auch sehr gerne wieder vollversichert wären. „Willkommen in der Solidarität“ treibt viele in die Insolvenz, denn man hat die Grundlagen, die dazu führen sollen, nicht unter Berücksichtigung der Realität getroffen. Es hat den Anschein, hier keine Lösung zu suchen, die dazu führen, dass jeder Mensch in Deutschland versichert ist, sondern man will mal wieder die Systeme gegeneinander ausspielen..

Um wieder voll versichert sein zu können, müssen alle offenen Salden gezahlt sein. Wie hoch diese sind, kann nur der Versicherer im Detail mitteilen. Mit der Einführung des Notlagentarifs in 2013 verringerte sich die bis dahin angelaufene Schuld für viele der Nicht-Versicherten. Allerdings ist zu bedenken, dass der, der kein Geld hatte seine Beiträge zu bezahlen auch  zukünftig nicht das Geld haben wird die angelaufene Summe, die zudem noch verzinst wird, mit einmal zu bezahlen. Ich kannte Mandanten, die deshalb das Land verlassen haben und sich nun in der Schweiz sehr wohl fühlen.

Eine neue Berechnung, das entsprechend zu korrigieren, ist zwingend notwendig, den noch offenen Saldo zu ermitteln. Der meist schon beauftragte Anwalt ist hier auf die Zuarbeit des Versicherers angewiesen. Ein Engpass, der zum Nachteil der Versicherten in Kauf genommen wird. Auch wurde ein Mandant dazu gezwungen, den gesamten Saldo mit einmal bezahlen zu müssen, obwohl er in die finanzielle Schieflage kam, von Auftraggeber nicht bezahlt worden zu sein und daher nicht einmal die Monatsbeiträge zahlen konnte. Ein Realitätsempfinden in der Politik scheint es nicht zu geben – dafür aber sehr viele schöne Worte  die sich in ihrer Bedeutung immer wieder neu auslegen lassen–Salamitaktik, wenn es um mich angenehme Dinge geht. man selber ist ja bestens versorgt und tritt für seine Handlungen maximal vier Jahre ein (Legislaturperiode)

Die Zeit läuft

Mittlerer weile nähern wir uns nun dem Zeitraum von einem Monat, den wir auf eine solche Antwort vom Versicherer warten. Noch immer besteht die grundlegende Frage danach, wer denn dafür in Haftung tritt, wenn durch die verzögerte Rückmeldung den Wiedereintritt des vollen Versicherungsschutzes verzögert, der Versichere erkrankte oder einen Unfall hat. Darüber hat sich niemand Gedanken gemacht.

Wäre der offene Saldo zu Beginn des Monats März bekannt gewesen, hätte der Säumige die Schuld zahlen können und wäre mit einer Frist eines weiteren Monats, zu dessen Beginn, wieder voll versichert gewesen.

Das verschiebt sich nun mindestens um einen weiteren Monat. Ich würde mich freuen, wenn sie als aufmerksamer Leser vielleicht mehr darüber wüssten und benennen könnten, wer hier haftet. eigentlich müssten ist die sein, die die Bestimmung  erlassen haben und die Folgen damit begründen.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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