Staatlicher Berufsunfähigkeit-Schutz. Was ist übrig geblieben?

Staatlicher Schutz? Berufsunfähigkeit!

Was der Staat uns im Jahre 2001 nahm, versucht er nun über die Versicherungswirtschaft wieder an Absicherung anzubieten. Der Schutz gegen den Verlust der Arbeitskraft ist wichtiger denn je. Von Jahr zu Jahr steigen die Krankschriften, hauptsächlich im Bereich der depressiven Krankheitsbilder.

Bedauerlicherweise befindet sich die Berufsunfähigkeitsversicherung in einer evolutionären Phase, weg von bezahlbaren Beiträgen für Berufsgruppen mit hohem Risiko, die eine solche Absicherung primär bräuchten. Immer mehr Differenzierung der Berufsbilder lässt dieses Produkt zu einem Produkt für eine kleine Gruppe werden, eine Gruppe, deren berufliches Risiko eher als gering zu achten ist. Eine komplette Fehlentwicklung. Der Staat tut sein übriges, fernab der Realität, wenn es die Absicherung geht.

Zudem erwarten wir, begründet durch die geringen Kapitalmarktzinsen, einen enormen Preisanstieg in 2005. Der Staat hat versucht, eine förderungsfähige Absicherung ins Leben zu rufen. Beachtlicherweise soll dieser Schutz lebenslang gültig sein. Ist das ein Hinweis auf eine lebenslange Arbeitszeit – eine Arbeitszeit ohne Rentendatum?

Das Vorhaben entpuppte sich als Fehlstart. Die bei einer lebenslangen Absicherung zu erwartenden Preise für BU-Versicherungsschutz sind auch trotz einer angedachten Förderung nicht am Markt platzierbar. Betrachtet man die Riester-Rente und auch die aktuelle Diskussion um den Pflege Bahr, so wäre auch hier bereits nach kurzer Zeit, zu befürchten, dass die Akzeptanz am Markt nur kurz, wenn überhaupt, anhalten würde.

Der Staat denkt an der Realität vorbei.

Das ist nicht das erste Mal. Der Verbraucherschützer Kleinlein sieht hier ein Versagen des Staates. Wie sollte er die Kosten stemmen, die er bei einer überalternden und An Krankheiten zunehmenden Gesellschaft gegenüber den anderen Kosten, die er bereits trägt?

Die Versicherungswirtschaft versucht mit Aktionen, die jeweils zeitlich stark befristet sind, auch risikoreiche Berufe zu mindestens mit einer begrenzt Rentenhöhe, die versichert werden kann, zu versichern.

Bitte achten Sie bei der Wahl eines solchen Versicherungsschutzes auf die Vertragstexte. Juristische Formulierungen sind in der Regel auslegbar. Es ist niemals der Preis, der entscheidet. Es sind immer die Vertragstexte!

Seit Jahresbeginn konnte ich bereits drei Antragstellern die Rentenzahlung ermöglichen. In allen drei Fällen waren die Versicherten im Glauben, die richtigen Schritte eingeleitet zu haben, vieles falsch gemacht und deren mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit heute so weit von einer Berufsunfähigkeitsrente entfernt, wie die, die keine Absicherung haben.

Viele, die eine solche Versicherung vereinbarten, wurden die beraten. Noch immer wird über den Preis im Internet abgeschlossen oder vom Vermittler mit rhetorischen Worten eine Police verteilt. Auf der Basis der Unkenntnis der inhaltlichen Vertragstexte kann ein Versicherter im Leistungsfall keinesfalls mit Chancen rechnen, die Rente dann auch zu erhalten.

Informieren Sie nach Inhalten – gern zum Beginn im Downloadcenter.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Existenzielle Risiken, wie die Krankenversicherung, die Arbeitskraft und die Pflegekostenzusatzversicherung, abzusichern, ist unser Fachgebiet.