Selbstbedienung Dank Intransparenz in der GKV?

Volle Taschen

Gerade erst gestern Abend nahm ich an einer Veranstaltung in Berlin teil. Der Verbandsdirektor Dr. Volker Leienbach sprach zu aktuellen Themen der PKV. Er sprach von Dingen, die dringend verändert werden müssen, er sprach von den die bereits verändert wurden, er sprach auch davon, dass man der PKV grundsätzlich vorwirft, hohe Vertriebskosten zu haben. Auch die Schlagzeilen um Herrn Baas wurden erwähnt zu denen ich bereits schrieb.

Heute Morgen findet sich in der Wirtschaftswoche ein Artikel mit der Überschrift „Kassenchefs wollten gegen die Aufsicht meutern.

Wer kritisiert eigentlich die intransparenten Wege der finanziellen Mittel im GKV-System? Es ist beachtlich, immer wieder neu zu erfahren, dass es Menschen gibt, die ihr Einkommen selbst bestimmen, nicht nur zu Zeiten der Erwerbsfähigkeit, sondern wohl auch für die eigene Rente. Selbstbedienung Dank Intransparenz?

Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat seit Ende 2013 als Aufsichtsbehörde solche Verträge, die die Erhöhung des Einkommens der Vorstände gesetzlicher Kassen betreffen, zu prüfen und gegebenenfalls zu genehmigen. Der Grund für das Entstehen dieser Verantwortlichkeit ist einfach und auch erschreckend. Es ging um den früheren Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Erhöhte er doch sein eigenes Einkommen in 2012 um 35 Prozent! Jährlich sollte er nun für seine Tätigkeit 350.000 Euro erhalten.

Betrachtet man die regelmäßigen politischen Reformen zulasten der Versicherten, wie auch in 2015 über den Einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag geplant, so entzieht sich das jeder Nachvollziehbarkeit.

Beiträge steigen

Die Kosten im Gesundheitssystem steigen, die Zweckentfremdung der Mittel verschuldet die Kassen (Prämienzahlung und andere versicherungsfremde Leistungen), die Einkommen steigen nach eigenem Ermessen der handelnden Personen. Büropaläste werden gebaut und die Bürokratie wächst.

puzzle Selbstbedienung Dank Intransparenz in der GKV?Das Gesundheitssystem verliert den Zweck seines Daseins immer mehr aus den Augen. Mir scheint, als geht es noch um die Verteilung von Geldern an Vorstände und Chefs, nicht aber mehr um die bedarfsgerechte Versorgung der Versicherten, die ihre Beiträge brav zahlen.

Bedenkt man, dass seit Ende 2013 rund 60 Verträge zur Überprüfung eingereicht wurden, Einkommen zu erhöhen, so scheint bald wöchentlich ein solches Begehren zur Prüfung vorgelegt zu werden. Für mein Empfinden stehen diese Einkommen in keinem Verhältnis zu den geleisteten Tätigkeiten, sieht man den Stand des gesamten Systems heute betrachtet es gegenüber dem, was vor Jahren war.

Nicht nur aus diesem Grund aber auch alleine dieser wäre ausreichend, das System der GKV grundsätzlich neu zu durchdenken und nicht einfach pauschal schuldzuweisend auf den privaten Bruder zu zeigen und sich im eigenen Sonnenlicht zu präsentieren.

Beide Systeme sind grundsätzlich neu zu ordnen. Im Wesentlichen beklage ich die Intransparenz, gerade in der Mittelverwendung der Beiträge in der GKV und in der PKV die Umsatzgier und die Intransparenz der Bestimmungen.

Deutschland hat eine Pflichtversicherung. Eines der Systeme muss es sein, in dem man eine Versicherung nachzuweisen hat. Wer „schutzbedürftig“ ist und wer frei wählen kann, bestimmt der Staat. Von vornherein eine staatlich begründete Zweiklassengesellschaft in den Möglichkeiten der Kostensicherung. Für die, die frei wählen können/dürfen (!) wird es nicht wirklich leichter, sich zu entscheiden.

Wer sich mit dem Thema PKV beschäftigt, sollte sich viel Zeit nehmen, zu prüfen, ob das System in Bezug auf seine Lebensverhältnisse und die Lebensplanung „passt“. Die systemimmanenten Unterschiede zu kennen und zu begreifen ist nicht „mal eben“ gemacht. Nutzen Sie erste Informationen zu den Systemen und dem, was bei einer Überlegung zum Wechsel in die PKV grundsätzlich zu beachten ist, in Form eines Leitfadens bei mir im Downloadcenter.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

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