Englands „Bürgerversicherung“ – letzter Teil

Rückreise des Systems wegen

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Wir haben suchten nochmals das Gespräch mit dem Senior Consultant im KKH gesucht. Sie bedauerte sehr, was passiert ist. Sie hat zugegeben, dass es eine „miscommunication“ gab. Die damalige Stationsärztin war über meinen Birthplan nicht informiert obwohl der Senior Consultant die Email an Leitenden Ärzte weitergeschickt hat. Sie hätte mehr auf mich eingehen sollen, doch es war sehr viel Stress auf der Station und deshalb hatte sie nicht viel zeit. Das CTG wurde 1 h vor der Geburt geholt so wie empfohlen von der Ärztin. Doch leider fehlte der Gürtel mit dem man mich hätte fest machen können. Die Ärztin hat uns versichert, dass das Informationsblatt über die Steißgeburt jetzt komplett überarbeitet wird. Es war auch gar nicht mehr online auffindbar.

Notwendige Entscheidung

Wir haben uns dann entschieden nach Deutschland zurückzugehen. Wir wussten, dass wir  niemals die Unterstützung von NHS bekommen würden, die wir benötigen.Fotolia_6133797_S Englands "Bürgerversicherung" - letzter Teil Intensivbehandlungen muss man privat finanziere. Das Leben wurde dann einfach zu teuer in London. Ich war im Mutterschutz (Nur 9 Monate wird Geld gezahlt) und ich wusste dass ich noch länger zu Hause bleiben muss.

Ich war jetzt schon 2x zur Reha mit Alika (8 Wochen) – so etwas gibt es in England für NHS versicherte gar nicht.

Ich hatte auch noch eine Zusatzversicherung (Pru Health) doch die hat uns auch nicht weitergeholfen. Sie hat Alika nicht mehr versichert, da ich verpasst habe sie in den ersten 2 Monaten anzumelden. Nur dann hätten sie rückwirkend für Alika gezahlt. Letztendlich bringen diese Zusatzversicherungen aber auch nicht viel. Wir haben es ja gemerkt. Wir wollten nur zum Hautarzt und da mussten wir ein Statement vom GP einreichen warum das nun wichtig sei. Es durfte aber nicht das Formular vom GP verwendet werden, sondern das Formular von der Privaten Krankenversicherung. Da war der GP schon genervt. Alle Wege wurden sehr kompliziert und langwierig gestaltet um einen Spezialisten zu sehen. Wir hatten keine Lust auf diese ganzen komplizierten Wege, da wir nun wussten, dass wir mit Alika nun öfter einen Spezialisten aufsuchen müssen. Wir haben den Ärzten auch nicht wirklich vertraut. Viele sind sehr jung und haben viele Krankheitsbilder noch gar nicht gesehen. Die Ärzte sind allgemein gg. Homeopatische Mittel.

Homeopatie und Osteopatie wird da auch nicht von den Krankenkassen unterstützt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen damit einen kleinen Überblick über meine Erfahrung mit dem NHS System geben.

Ich wollte Sie nochmal fragen, ob Sie vielleicht eine Zusatzversicherung für Alternativmedizin kennen die Alika aufnehmen würde. Wir vertrauen sehr der homeopatischen Behandlung und der Osteopatie. Unsere Krankenversicherung (TK) übernimmt aber leider nur 60 Euro pro Behandlung. (6 Behandlungen im Jahr erlaubt)

Wir haben uns schon bei der Arag informiert über eine Zusatzversicherung da diese sehr viele Leistungen beinhaltet.

Ich würde mich sehr über Ihre Meinung dazu freuen.

Haben Sie noch Fragen hinsichtlich des Themas Krankenversicherung in England, melden Sie sich bitte.

Vielen Dank,

Beste Grüße

XXXXXXXXXX

Nach diesem Bericht, und er stellt keinen Einzelfall da,  sollte jeder der Politiker, ob fachlich versiert oder fremd der Materie, erkennen, dass die Bürgerversicherung, also ein monopolisiertes Gesundheitssystem, keine Alternative zum heutigen System darstellt. Einsparungen auf Kosten der Versicherten ist keine Leistung sondern inakzeptabel. Auch in Holland, so ich es erleben musste, herrscht ähnliches.

Frank Dietrich Fachmakler

Die Sicherung biometrischer Risiken, wie in der Krankenversicherungen, der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Absicherung der Pflegebedürftigkeit ist vom Alter / Gesundheitszustand abhängig. Wer abwartet, riskiert die Versicherungsfähigkeit.

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