Sedieren und fixieren statt menschlicher Fürsorge

Pflege und gelebte Realität

Eigentlich möchte es keiner so genau wissen. Die bisher größte Untersuchung zur Versorgung von Demenzerkrankten in deutschen Kliniken erschreckt und alarmiert.

War die Demenz vor Jahrzehnten noch eher selten anzutreffen, so beherrscht sie jetzt immer mehr das Bild auch bei stationären Unterbringungen. Gemeint sind nicht die Unterbringung in Pflegeheimen, sondern die in Krankenhäusern, bei denen dieses Krankheitsbild als Nebendiagnose auftaucht.Generationenvertrag Sedieren und fixieren statt menschlicher Fürsorge

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (!) wies nach, dass bei 1800 Klinikstationen innerhalb nur einer einzigen Woche fast 8000 Mal Medikamente genutzt wurden, den Erkrankten ruhig zu stellen (Sedativa), zudem wurde fast 1500-mal „körpernah fixiert“, um nicht gefesselt zu sagen.

Bereits in den letzten Jahren wurden Stimmen laut, die einen solche Behandlung als ein Eingriff in die freie Entfaltung des Menschen werteten. Dem kann ich mich nur anschließen. Körperverletzung wäre das richtige Wort.

Ist ein Mensch an Demenz erkrankt, so ist und bleibt er ein Mensch. Auch er hat Ängste, weit mehr als wäre er gesund. Ängste, die aus der verminderten Alltagskompetenz heraus entstehen und für ihn nicht greifbar sind. Unruhe und Nervosität begleiten diesen Zustand sehr oft.

Es ist eine sehr schwierige Aufgabe

Der richtige Umgang mit solchen Patienten ist sehr zeitaufwendig und nur unter der Vermeidung richtig, den Erkrankten nicht spüren zu lassen, dass seine Alltagskompetenz eingeschränkt ist. Auch wenn diese Menschen die Zusammenhänge nicht mehr wirklich greifen können, so spüren Sie doch, ob sie in harmonischen Zuständen leben oder ob Unruhe und Enttäuschung den Tag beherrschen. Es gilt, Konflikte zu vermeiden.

Bewertet man nun die Prognosen, egal von welchem Institut, die alle eindeutig eine exorbitante Zunahme von Demenzerkrankungen in den nächsten Jahren belegen, so wird dieser Zustand der Mangelversorgung zulasten der Erkrankten weiter zunehmen.

Pflege und Pflegebedürftigkeit sind noch immer zu oft tabuisiert und die zwingend notwendige private Vorsorge und auf die lange Bank geschoben. Bei der Auswahl einer Pflegezusatzversicherung ist demnach grundsätzlich unbedingt auf das Risiko der Demenzerkrankung Rücksicht zu nehmen. Welcher Versicherer bietet hier zusätzlich Leistungen an?

Worauf bei der Auswahl einer richtigen Pflegeversicherung zu achten ist, finden Sie in Form einer Checkliste oder auch umfangreicher in Form eines Leitfadens mir im Downloadcenter.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Existenzielle Risiken, wie die Krankenversicherung, die Arbeitskraft und die Pflegekostenzusatzversicherung, abzusichern, ist unser Fachgebiet.

Leave a Comment