Preisvergleich für Versicherte in GKV / PKV

Ein anderer Blick

Eigentlich liest man eine solche Überschrift immer nur in Bezug auf die private Krankenversicherung. Längst erwartetes, also die Erhöhung der Zusatzbeiträge im gesetzlichen System, beginnt. Die Securvita erhöhte den individuellen, einkommensabhängigen Zusatzbeitrag mit neun anderen Kassen ab dem 1. Juli diesen Jahres. Mit der Erhöhung um 0,2 Punkte ist der Gesamtbeitragssatz entgegen der Prognose unseres Gesundheitsministers in 2014 höher als damals: 15,7 %. Damit sind bereits zehn Kassen über den Beitragssatz von 15,5 % aus 2014 angekommen. Die Unterfinanzierung im System, bereits seit 2014 wieder (mal) aktuell, hat bereits eine dreistelliger Millionenhöhe erreicht. Weitere Anpassungen sind zu erwarten. Mehr Beitrag und sehr oft auch weniger Leistungen.

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Eine Anpassung begründet ein Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass zu befürchten ist, dass nun wiederholt Gelder durch den Kassenwechsel in der Verwaltung verschwinden. Geld welches dem System und damit dem Versicherten fehlt.

Im kürzlich veröffentlichten Öko-Test fand sich der Hinweis, dass man am Jahresende wieder mit Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung rechnen könne. Es wurde vom Tarifwechselrecht nach Versicherungsvertragsgesetz Paragraph 204 berichtet, Beiträge senken zu können. Nach meinem Empfinden handelt es sich bei diesem Test nicht um eine fachliche Analyse. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Dinge / Ergebnisse alle hypothetisch sind und nur der Einzelfall entscheidet! Warum dann der Test? Auch wurden Tarife gewählt, die zeitlich relativ eng aufeinander am Markt erschienen sind. Der im Vergleich gewählte Zieltarif erscheint mir als nicht gut gewählt. Man hätte dann doch beim Grillfleisch bleiben sollen, wenn es um den Test geht:-)

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Eine Beitragsminderung ist grundsätzlich immer mit einem Leistungsverlust(en) verbunden.  Beim Wechsel mit Ziel einer geringeren Selbstbeteiligung oder eine neue Tarifgeneration wird meist eine Gesundheitsprüfung für die dann versicherten Mehrleistungen gefordert. Wo ist der Hinweis im Test?

Dass die private Krankenversicherung im Alter grundsätzlich unbezahlbar ist, haben wissenschaftliche Studien bereits widerlegt. Viele der sehr hohen Beiträge sind auf das Pflichtversicherungsgesetz zurückzuführen. Menschen, die nicht versichert waren, bereits älter wurden und in der Zeit erkrankten waren, wurden ins System zurückgedrängt. Das war ein politischer Wille und die Folge waren sehr viel mehr hohe Beiträge, als die Jahre zuvor. Die durchschnittlichen, reinen rechnerischen Beitragsanpassung in der gesetzlichen Krankenversicherung liegen bei jährlich 5,9 %. Je nach Anbieter und Tarif wird das in der privaten Krankenversicherung unterboten aber auch überboten. Wie hoch wäre wohl die Anpassung würde man die Leistungen, die in der gesetzlichen zeitgleich gemindert wurden und die Zuzahlungen, die erhöht wurden, mit einrechnen? Wo wird die Zahl derer veröffentlicht, die GKV versichert sind und sich „Ihre“ Leistung privat finanzieren mussten, weil die Übernahme der Kosten verweigert wurde (mir liegen dutzende solche Fälle vor – leider).

Die Wahl der richtigen Krankenversicherung ist und bleibt eine Einzelfallbetrachtung, für die man sich ausreichend Zeit zu nehmen hat. Der Bedarf an Individualität und entsprechend guter Versorgung, zeigt sich nicht zuletzt durch die ständige steigende Zahl der Zusatzversicherung für gesetzlich versicherte. Weiterführende Informationen zu den Unterschieden und auch einzelnen Merkmalen dieser Systeme, finden Sie bei mir auf der Homepage oder in Form eines Leitfadens im Downloadcenter.

 Liste der Zusatzbeiträge

Frank Dietrich Fachmakler

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