Gerügt – Tagegeldzahlungen der Gesetzlichen Krankenversicherung

Solidarität  und Tagegeld.

Der Patientenbeauftragte der Schwarz-roten Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, rügte die gesetzlichen Krankenkassen dafür, arbeitsunfähige Langzeitpatienten unter Druck gesetzt zu haben und versucht zu haben, diese aus dem Krankengeldbezug heraus zu drängen.

Immer stärker häufen sich die Berichte zum GKV-System. Regelmäßige Telefonanrufe, die den Versicherten unter Druck setzen sollten oder auch das Verlangen nach intimen Auskünften des Versicherten, ist grundsätzlich unzulässig. In der Vergangenheit beklagten viele der Versicherten ein solches Verhalten ihrer GKV.

Ob jemand arbeitsfähig ist oder nicht, entscheidet grundsätzlich der behandelnde Arzt, und wenn es kassenseitig zu entscheiden ist, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung.

Das Verhalten ist kein Einzellfall

Laut dem aktuellen Bericht beschweren sich jedes Jahr Tausende der Versicherten über ein solches Verhalten. Insbesondere fallen Krankheitsbilder wie Rückenschmerzen oder Depressionen unter die Betroffenen. Lange Zeiten der Arbeitsunfähigkeitskosten die Kassen Geld, denn nach sechs Wochen hat der Versicherte Anspruch auf Krankengeld seiner Kasse.

Überdenken man die Tatsache, dass diese Tendenz seit Jahren besteht und keinerlei Verbesserung erkennen lässt, stellt sich die grundsätzliche Frage, ob eine Rüge überhaupt das richtige Mittel ist, dem Abhilfe zu schaffen.

Wir alle waren einmal in der Schule und lernten, dass nur die Strafen für uns wirklich wesentlich waren, die gewisse Repressalien mit sich brachten. Eine Rüge begründete lediglich ein müdes Lächeln und man setzte den Tagesablauf unverändert fort. Solange es keine Verantwortlichkeiten gibt, die Repressalien befürchten müssen, wird es bei Worthülsen wie einer Rüge bleiben.

Die Politik macht es uns vor. Hier ist man „empört“ wenn Menschenleben auf dem Spiel stehen, beliefert aber weiterhin betroffene Volkswirtschaften mit militärischen Ausrüstungen.

Im Gesundheitssystem übernimmt ständig irgendjemand irgendwelche Aufgaben, haftet aber nicht für den Erfolg seiner Bemühungen. Politiker werden, so scheint es, nicht am Erfolg ihrer Bemühungen gemessen, sondern der Art und Weise sich nach außen darzustellen.

Ich gehe davon aus, dass die Drängeleien bei der Krankentagegeldzahlung nicht zur Ruhe kommen werden. Ein weiterer Bericht zeigt, das auch der MDK von Drängelein nicht frei ist.  Belegt das ein mögliches Miteinander mit der GKV? Auch gehe ich davon aus, dass es noch andere zu beklagende Dinge geben wird, die uns zukünftig beschäftigen, wenn es um das Verhältnis des Versicherten zu seiner Kasse geht. Der Schatz der Erfindung, Kosten zu mindern, scheint unermüdlich aber auch nur eine einzige Idee, die Lage zu verbessern, scheint nicht wirklich greifbar.

Wer versicherungsfrei ist, sollte sich Zeit nehmen, zu entscheiden, ob er aus diesem System austreten möchte. Gerade erst jetzt am Ende der letzten Woche bat ein Kunde um eine Beratung zum Thema PKV-Tarifauswahl. Wir einigten uns dann darauf, zuvor zu entscheiden, ob denn die PKV überhaupt das richtige System für ihn sei, und begannen die Beratung mit einer ausführlichen Betrachtung der systemimmanenten Unterschiede beider Systeme. Die Überraschung war groß! So viele Informationen, die der Kunde nicht hatte, dieses Thema zu beurteilen, erfuhr er in diesen 2 Stunden.

Die Entscheidung, das System nun endgültig zu verlassen, ist nun nicht emotional geprägt, sondern inhaltlich begründet und basierend auf den Eigenarten beider Systeme im Vergleich.

Erste Informationen zu diesen Sachverhalten finden Sie bei mir auf der Homepage unter Fachbereiche, Kriterien der PKV oder auch im Downloadcenter zum Herunterladen.

Frank Dietrich   

PremiumCircle Berlin

Existenzielle Risiken, wie die Krankenversicherung, die Arbeitskraft und die Pflegekostenzusatzversicherung, abzusichern, ist unser Fachgebiet.