Wieder ist es so weit.

Es wird verbeamtet. Junge Menschen treten in den Staatsdienst ein. Verbeamtung diesmal auch für die, die schon länger tätig sind, insbesondere in den Lehrtätigkeiten.

Die meisten werden sich erwartungsgemäß privat versichern wollen und suchen Rat, die richtige Entscheidung treffen zu können. Rat gebende sollten sich bemühen, Tipps und Hinweise zu geben, die es dem, der sie berücksichtigt, ermöglicht, eine richtige Entscheidung zu treffen. Die private Krankenversicherung ist in der Regel lebensbegleitend und ein späterer Wechsel mit Nachteilen verbunden. Wie sollte man vorgehen und worauf ist zwingend zu achten? Ein guter Rat bezieht sich nicht nur auf einen Ausschnitt der Thematik. Er sollte umfassend sein, sicher gehen zu können, dass nichts übersehen wird.

Eine private Krankenversicherung hat über 800 Einzelkriterien, Spreu von Weizen unterscheiden zu können. Vertragliche Leistungen sollten die ausschließliche Basis der Entscheidung darstellen. Garantierte Vertragsinhalte, die Leistungen ohne Begrenzungen durch Fristen, Listen oder sogar einen Zusagevorbehalt begründen, stehen an erster Stelle. Gutes ist dabei nicht teuer. Ich bot dem PKV- Verband, der im letzten Jahr eine ratgebende Kampagne mit dem Deutschen Beamtenbund startete, Informationen, neutral aufbereitet an, den den einzigen Hinweis, den ich zu Leistungen dort fand, waren Brille und Zahnersatz. Man lehnte ab!

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Aus vielen Beratungen ist mir bekannt, dass Zahnersatz, Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen und Rückerstattung zu Beginn der Beratung im Vordergrund stehen. Nach der Beratung wechselten die Prämissen. Anderes rückte an die Plätze. Neues Wissen, insbesondere zu Kosten von Behandlung, die man nicht gedacht hatte, veränderten das Entscheidungsverhalten grundlegend. Anschlussheilbehandlungen, Reha, Privatkliniken, Gebührenordnung und vieles mehr rückten in den Vordergrund. Ich bot dem Verband, den jungen Menschen einen Vergleich zu ermöglichen, einen neutralen Fragebogen an. Man lehnte ab.

Der Versicherer wird im Fragebogen aufgefordert, ausschließlich schriftlich zu antworten. Mit der Kenntnis aus dem Leitfaden, in welche Kriterien sich eine Krankenversicherung aufgeteilt, erfährt der Fragende bereits detaillierter, was der Anbieter versichert. Die Begründung des PKV-Verbandes, Leitfaden und Fragebogen abzulehnen, ist gegensätzlich, für den, der Rat geben möchte. Man behauptete, durch die Verwendung dieser Werkzeuge, parteiisch zu werden, was man nicht dürfe. Können Fragen eine Parteilichkeit begründen? Maximal die der Ahnungslosen. Ich lernte aber, dass Transparenz, so der Anschein, nicht gewollt ist. Die Zeche zahlen die jungen Beamten, die es später bemerken, was hätte noch berücksichtigt werden müssen.

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Meine Beratungsphilosophie, und die der Kollegen sollte nicht anders sein, ist darauf ausgerichtet, Fachwissen zu vermitteln, damit der Beratende eine eigene Beurteilungsgrundlage hat. Die Recherche der Gesundheitsdaten und deren Aufarbeitung gehören dazu. Ohne das kein Antrag. Niemand ahnt, was Ärzte abgerechnet haben. Der Hinweis fehlt in der Kampagne und gefährdet die späteren Verträge.

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Nur ganz kurz! Die private Krankenversicherung kennt nicht nur Sehhilfen und Zahnersatz, sondern hat 15 Kriterienbereiche, die alle berücksichtigt werden sollten. Wer mehr wissen will, kann sich gerne umfangreichere Informationen in meinem Formularcenter herunterladen. Gerne rufen Sie auch zu einem Gespräch an, wenn Sie spezielle Fragen haben wurde ein Beratungstermin vereinbaren möchten.

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Eine anonyme Anfrage zur Versicherungsfähigkeit kann in Einzelfällen Sinn machen. Diese sollte individuell formuliert werden. Gerne helfe ich dabei und empfehle zusätzlich Selbstauskünfte, die ich auf Wunsch zur Verfügung stelle, zu den als problematisch eingeschätzten Krankheitsbildern. Krankheitsverläufe sind bei jedem Menschen anders, demnach auch die Risikobewertung.

Der vom PKV Verband angebotene Fragebogen, ermöglicht keinen direkten Vergleich. Jeder Versicherer stellt seine Leistungen in anderer Form zur Verfügung. Dieselben Fragen in gleicher Reihenfolge hingegen ermöglichen die notwendige Gegenüberstellung. Hätte man diesen öfter in der Verwendung, wären Anbieter, denen Leistungen fehlen, animiert ihre Tarife qualitativ zu überarbeiten. Das scheint nicht gewollt.

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Wer das Interview sieht, welches bei Youtube zu finden ist, wird sich fragen, was diese Kampagne eigentlich soll. Die junge Dame verstößt gegen jeden Ratschlag, lässt sich durch nur einen Anbieter „beraten“, vergleicht nicht und schließt auf Basis eines guten Gefühls ab. Was sie hätte an Leistungen berücksichtigen sollen, wird sie es später erfahren, möglicherweise wenn es zu spät ist. Auf Basis des Rates der Eltern, die mit größter Wahrscheinlichkeit vor Jahrzehnten abgeschlossen haben und damit ihrer Tochter die Möglichkeit nehmen, andere Anbieter in einer Gegenüberstellung zu vergleichen.

Ich habe mir erlaubt, fachliche und sachliche Kritik dort zu hinterlassen, wo dieser Film positioniert ist. Bei Youtube. Man hat den Kommentar regelmäßig gelöscht und dann schlussendlich die Kommentarfunktion ausgeschaltet.Kritik unerwünscht, so scheint es.  Eine offene und fachlich ausgerichtete Diskussion wäre zielführender gewesen, gerade im Rat geben möchte.

Zusammengefasst glaube ich in dieser Kampagne Werbung für die private Krankenversicherung zulasten der Interessenten, zu erkennen. Es geht um den Vertrieb der Produkte, egal welchen Inhaltes. In der Folge dieser „Ratschläge“, werden sich viele Interessenten hauptsächlich in der Gegenüberstellung über den Beitrag für den Versicherungsschutz entscheiden. Der einzige Rat, sich erkennen kann, ist es, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Über 80 % der privaten Krankenversicherer haben in Teilbereichen weniger Leistung als die gesetzliche Kasse. Wussten Sie das? Bitte seien Sie sorgfältig in ihrer Entscheidung und begründen Sie diese nicht nur auf Zahnersatz und Sehhilfen.nehmen Sie sich Zeit und recherchieren Sie sich ausführlich an verschiedenen Stellen.

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