Kassenschwund und sinkende Anbieterzahl

Weniger ist mehr!

Kosten, Kosten und wieder Kosten, wohin man auch sieht. Gerade im Gesundheitssystem wäre eine effizientere Arbeitsweise an fast jeder der Kostenstellen möglich und mehr als nur wünschenswert.

Nach eigener Einschätzung steht den gesetzlichen Krankenkassen eine weitere Konsolidierung bevor. Sie wird nur einer von vielen Schritten sein, die noch folgen werden.

Eine aktuelle Studie der PricewaterhouseCoopers AG(PWC) bestätigt diese Entwicklung. Begründet durch die demographische Entwicklung steigen die Kosten stetig weiter an, zeitgleich mindert sich die Zahl der Beitragszahler. Der weit größere Teil der befragten Krankenklassen glaubt, dass es zukünftig noch weniger Kassen geben wird und schätzt, dass zischen 40 bis 100 ausreichend wären, das System zu verwalten. Derzeit sind es 134 Kassen. In 2008 waren es noch 215. Vor einigen Jahrzehnten waren es einmal und 2000, hauptsächlich direkt aus den Betrieben als Betriebskrankenkasse resultierend.

Neben Fusionen großer Anbieter und der Schließung von Kassen reduzierte sich die der Landwirtschafts-Krankenkassen von 9 auf 1. Allein seit Januar 2009 wurden 54 Zusammenschlüsse vom Bundesversicherungsamt genehmigt. Hoffentlich bleibt der Wettbewerb, wenn er auch nur sehr gering ist, wenn man das gesetzliche System betrachtet, erhalten. Wettbewerb, sich nicht nur aufrücken des Versicherten und auf Kosten des Steuerzahlers auswirkt. Immer öfter sehen wir, dass versicherungsfremde Leistungen werbewirksam eingesetzt werden. Das dafür in die Hand genommene Geldfehlt dem eigentlichen Zweck  der Krankenversicherung: der Versorgung von Erkrankten als auch der Vorbeugung, nicht krank zu werden. auch könnte man die Mittel dahingehend einsetzen, Kinder bereits im Schulalter über die Zusammenhänge von Ernährung, Bewegung und den Entstehen von Krankheitsbildern Kenntnisse zu vermitteln. Wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt wird seltener krank und damit wäre dem Ursprung der hohen Kosten des Gesundheitssystems nachhaltig begegnet.

Auch bei den PKV Anbietern gibt es Bewegung.

Denken wir an den Deutschen Ring, der zur Signal Iduna gehört und die Mannheimer, an der die Continentale interessiert ist. Schon in der Vergangenheit verschwanden Anbieter wie die z.Bsp. Züricher und Karstadt Quelle oder auch die Globale oder die Vereinte. Weitere Übernahmen oder Zusammenstöße sind zu erwarten. insbesondere den Aktiengesellschaften, die im Bereich der Privaten Krankenversicherung am Markt tätig sind, wird es im Sinne der Gewinnsoptimierung Fusionen geben.

Unser Gesundheitssystem benötigt zwingend eine Neuordnung, denn die Leistungsfähigkeit kapituliert längt vor Bürokratie und Kassenstand und der gelebten/gewollten Intransparenz, diese Tendenzen nicht plakativ werden zu lassen. Insbesondere in der PKV herrscht Intransparenz in den Produkten und leider ist noch sehr oft der Umsatzgedanke an erster Stelle. Über die vertraglichen Leistungen berät fast niemand mehr. Auch die Ratings des Verbraucherschutzes resultieren meist auf nur sehr wenigen Eckdaten von Versicherungsschutz und fördern damit dieses Verhalten. Wie auch kann man davon ausgehen, dass einige wenige Menschen, die von der Damenunterwäsche über Grillwürstchen, hinzu Autobatterien auch die Private Krankenversicherung ohne Sachkundeprüfung beurteilen  und bewerten können. Über den Weg einer ausführlichen Protokollierung, gerne auch hier mit Mindeststandards, könnte man sicherlich den Vertrieb von Produkten,  die den Erwartung des Versicherten  nicht entsprechen, aber schön geredet verkauft werden, entgegenwirken. Eine solche Protokollierung, insbesondere deren Inhalt ist nicht immer der Bundesaufsichtsbehörde bekannt, wie ich erfahren musste.

An dieser Stelle möchte nochmals auf die Pressekonferenz am 6.2.14 aufmerksam machen.

Frank Dietrich

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