Reform?

Die Reform zur Stabilisierung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung ist beschlossen. Bereits die Bezeichnung offenbart das eigentliche Problem: Von einer Stabilisierung kann keine Rede sein. Tatsächlich handelt es sich um eine kurzfristige Finanzierungshilfe, mit der bestehende Haushaltslöcher geschlossen werden. Die Ursachen der Kostenentwicklung bleiben unangetastet. Statt strukturelle Fehlentwicklungen zu beseitigen, werden Versicherte, Arbeitgeber und weitere Beteiligte stärker belastet. Das Problem wird verwaltet, nicht gelöst. Von einer nachhaltigen Gesundheitsreform ist Deutschland weiter entfernt denn je. Die Politik macht´s möglich.

Ihre Entscheidung?

Die politische Entscheidung zur Reform ist gefallen. Die entscheidende Frage lautet nun: Wann treffen Sie Ihre eigene Entscheidung? Viele Arbeitnehmer, die längst versicherungsfrei sind und dennoch in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben, tun dies nach meiner Erfahrung nicht aufgrund einer bewussten Entscheidung, sondern aufgrund fehlender Informationen. Eine sachliche, fachlich fundierte und nachweisbare Gegenüberstellung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung hat oftmals nie stattgefunden.

Das Bauchgefühl

An erster Stelle steht dabei fast immer die Angst vor unbezahlbaren Beiträgen im Alter, wenn es um eien Wechsel geht. Genau diese pauschale Behauptung hält einer fachlichen Prüfung jedoch regelmäßig nicht stand. Einzelne Versicherer mit überdurchschnittlichen Beitragsanpassungen prägen zwar die öffentliche Wahrnehmung, repräsentieren aber keineswegs den gesamten Markt. Wer den Markt kennt, weiß, dass nur ein kleiner Teil der Anbieter

unbenannt Nach der Reform ist vor der Reform

überhaupt für eine hochwertige Beratung infrage kommt. Leistungsstärke, Beitragskalkulation und langfristige Stabilität unterscheiden sich erheblich. Entscheidend ist daher nicht die private Krankenversicherung als System, sondern die Auswahl des richtigen Versicherers und Tarifs.

Tatsächlich

Hinzu kommt, dass sich Beitragsersparnisse gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung gezielt für zusätzliche Altersrückstellungen einsetzen lassen. Dadurch kann die Beitragsentwicklung im Ruhestand aktiv beeinflusst werden. Diese Zusammenhänge lassen sich nicht nur theoretisch erklären, sondern anhand konkreter Versicherungsscheine aus meiner Beratungspraxis nachvollziehbar dokumentieren.

Bei der Familienplanung gibt es den nächsten Irrtum. Bei einer selbstständige Mutter mit drei Kindern und mit hochwertiger Absicherung wie zwei laufende Kieferorthopädien mit 90% und ein Chefarzt 2 Bettzimmer sowie Tagegeld mit 160,- € und nicht 134,- € wie in der GKVwurde Versicherungsschutz unter Höchstbeitrag vereinbart. Gleichzeitig erhielten die Kinder umfangreiche Leistungen, unter anderem eine Kostenübernahme von 90 Prozent für bereits laufende kieferorthopädische Behandlungen. Die Mutter profitierte zusätzlich von einem deutlich höheren Krankentagegeld, das ihrem tatsächlichen Einkommen entsprach, sowie von einer erheblich besseren stationären Versorgung. Diese Mehrleistungen bedeuten nicht nur einen medizinischen Vorteil, sondern vermeiden zugleich erhebliche Eigenkosten, die im gesetzlichen System zusätzlich zum Beitrag selbst getragen werden müssten.

Besonders emotional wird regelmäßig das Argument der Solidarität diskutiert. Solidarität ist zweifellos ein wichtiges gesellschaftliches Prinzip. Die entscheidende Frage lautet jedoch, ob Solidarität bedeutet, dauerhaft Höchstbeiträge für eine Versorgung zu entrichten, deren Leistungsumfang kontinuierlich sinkt. Ebenso stellt sich die Frage, ob ein System dauerhaft tragfähig bleibt, wenn Eigenverantwortung zunehmend in den Hintergrund tritt und steigende Ausgaben immer wieder durch höhere Beiträge finanziert werden. „The Nevereinding Story“?

Solidarität mal anders

Dabei wird häufig übersehen, dass privat Krankenversicherte das Gesundheitssystem bereits heute in erheblichem Umfang mitfinanzieren. Durch höhere Vergütungen sichern sie die wirtschaftliche Existenz zahlreicher Arztpraxen und tragen dazu bei, dass medizinische Infrastruktur überhaupt erhalten bleibt. Gleichzeitig finanzieren sie über ihre Steuerzahlungen ebenfalls den Bundeszuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung. Hinzu kommt, dass Innovationen und medizinischer Fortschritt häufig zunächst im privat finanzierten Bereich etabliert werden und später – sofern sie wirtschaftlich, zweckmäßig und medizinisch notwendig sind – schrittweise auch Einzug in die gesetzliche Versorgung halten.

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Wer seine Gesundheit nicht als Kostenfaktor, sondern als wertvollstes Gut betrachtet, sollte sich deshalb nicht mit Schlagworten oder Vorurteilen zufriedengeben. Niemand weiß, wann eine schwere Erkrankung oder ein schwerer Unfall eintreten wird. Entscheidend ist deshalb nicht erst die Behandlung im Ernstfall, sondern die Frage, ob der Zugang zu den bestmöglichen medizinischen Leistungen bereits heute gesichert ist.

Wenn Sie versicherungsfrei sind und bislang ausschließlich aufgrund von Unsicherheit oder fehlenden Informationen in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben sind, sollten Sie sich die Zeit für eine unabhängige und fachlich fundierte Analyse nehmen. Ein unverbindliches Informationsgespräch schafft Transparenz, räumt Mythen aus und beantwortet die Fragen, die viele seit Jahren von einer Entscheidung abhalten. Sämtliche Aussagen lassen sich dokumentieren und anhand belastbarer Quellen nachvollziehen. Denn nur wer die Fakten kennt, kann eine fundierte Entscheidung treffen. Alles andere bleibt ein Blindflug – mit möglicherweise weitreichenden Folgen für die eigene Gesundheitsversorgung.

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