Gesetzlich oder privat?

Wer die Wahl hat…

Nur auf Basis dessen, was einem Menschen zum Zeitpunkt einer Entscheidung bekannt ist, kann er diese Treffen. Je mehr bekannt ist, desto besser die Entscheidung. Worauf ist zu achten und woher kommen die Daten zur Entscheidungsfindung? Die Medien berichten einseitig. Beitragsanpassungen im privaten Versicherungsschutz finden sich überall in den Schlagzeilen, nicht aber die der gesetzlichen Kasse, die mittlerweile bei 920 € Höchstbeitrag angekommen ist. Die Beitragssteigerungen im gesetzlichen System sind seit 10 Jahren höher als in der privaten Krankenversicherung. Allein in den letzten drei Jahren kamen 100 € Beitrag hinzu.

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Unterschiedliches Leistungsniveau.

Das fehlende Vertragsrecht erlaubt es, den Versicherungsschutz in der gesetzlichen Kasse zu mindern und die Beiträge bei steigenden Zuzahlungen zu erhöhen. Für das Alter planbare Leistungen bietet dagegen die private Krankenversicherung. Je nach Anbieter werden Leistungen bei steigenden Beiträgen den steigenden Preisen für Behandlungen und Hilfsmittel am Markt angepasst.

Mehr Beitrag und mehr Leistung! Eine wissenschaftliche Studie ergab, dass der durchschnittliche Beitrag der 50 bis 80 Jährigen bei 600 € liegt. Eingeschränkte Kostenübernahme in der GKV, denn gezahlt wird nur für Therapien, die der Gutachterausschuss (GBA) empfohlen (SGB V § 13 Kostenerstattung; §108 zugelassene Krankenhäuser) hat, ist unbekannt. Trotz Beitragszahlung wird nicht grundsätzlich bedarfsgerecht therapiert (Bericht Tagesspiegel). Eine Interessentin, seit Jahren unentschlossen, wenn es um den Wechsel in die PKV geht, verlangte plötzlich einen Antrag. Ein Mammakarzinom der Mutter und das Gespräch mit dem Arzt, welches verdeutlichte, dass privat versicherte weit mehr Therapiemöglichkeiten haben als Kassenmitglieder, war der Entscheidungsgrund. Der Wechsel in die private Krankenversicherung sollte ausschließlich aus Gründen der besseren und garantierten Leistungen geschehen. Jederzeit Zugriff auf Spitzenmedizin und den medizinischen Fortschritt zu haben, sichert individuelle Behandlungen. Der Umkehrschluss des Vertragssystems ist, dass man erst wissen muss, was der Markt bietet, sich entscheiden zu können. Fast 900 Tarifkriterien lassen sich benennen, wenn wir alle Anbieter am Markt analysieren. Wir haben nur 10 % der Anbieter, wie ich meine und belegen kann, die in einer Beratung zu berücksichtigen sind. Bei ihnen finden Sie alle Leistungen, die irgendwo im Markt angeboten wertden, allerdings zusammengefasst. Interessant ist, dass die Tarife im Beitrag langsamer steigen als Einsteigertarife und oftmals auch günstiger sind.

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Ein komplexes System:

Nehmen Sie sich Zeit. Eine Krankenversicherung besteht aus 15 Themenbereichen mit über 1800 Marktinhalten. Was ist ein Marktinhalt? Nehmen wir beispielsweise das Krankenhausentgeltgesetz/die Bundespflegesatzverordnung, die darüber entscheiden, ob sie in einer Privatklinik die volle Kostenübernahme versichert haben. Einige Anbieter regulieren „gemäß“ andere in Höhe von 150 % (BGH -Urteil), 200 % oder sind frei der Bindung. Chefarzt – Zweibettzimmer hat mit der Übernahme der Kosten in einer Privatklinik nichts zu tun. Die Summe der unterschiedlichen Formulierungen aller Anbieter in den 15 Themenbereichen, lässt die hohe Zahl entstehen.

Was kostet mich eine Behandlung, wenn ich sie benötige aber nicht versichert habe? Wo liegen Fußangeln und Hintertürchen, sodass Bestimmung sich gut anhören aber im Ernstfall keine Leistung begründen? Welche Auswirkungen hat der Verbleib als freiwillig versicherte in der gesetzlichen Kasse? Kennen Sie den KVdR? Welche Leistungen werde ich später noch haben, welche Zuzahlung muss ich hinnehmen und wovon was hängt das ab?

Familienplanung:

Unter 100 € Beitrag kann ein Kind in der privaten Krankenversicherung versichert werden. Exzellente Leistungen! Der eigene Beitrag eines Kindes in der gesetzlichen Kasse liegt ein wenig darüber. Wenn Sie den Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen, ist es von ihrem Alter und Gesundheitszustand abhängig, wie viele Kinder Sie bis zum Erreichen dieses Beitrages mit versichern können. Achtung! Viele Anbieter versichern ein Kind nur so, wie der Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt selbst versichert ist. Das ergibt keinen Sinn, denn Kinder haben andere Bedürfnisse als deren Eltern, beispielsweise in der Selbstbeteiligung.

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Inhalt der Beratung.

Beginnen Sie mit einer Gegenüberstellung beider Systeme. Natürlich faktenbasiert. Wo liegen die Unterschiede und welche Folgen hat das für Ihre Lebensplanung? Passt die private Krankenversicherung zu Ihnen? Fällt die Entscheidung für die private Krankenversicherung, haben Sie die Wahl, die vielen Anbieter im Kleingedruckten persönlich zu studieren oder sich einen spezialisierten Berater zu suchen. Vermittler die dem Prinzip folgen, alles aus einer Hand bieten zu können, gehen in der Beratung nicht in die Tiefe. Wie sollten sie auch? Produktneutral und ausschließlich auf Basis der Vertragsbestimmungen wird an realen Beispielen erklärt, welche Bestimmung sich gut anhört und welche Leistung begründet. Lernen Sie die Unterschiede zu erkennen, die juristische Formulierungen beinhalten. Ein fachlich kompetenter und erfahrender Vermittler nimmt sich Zeit, insbesondere für die Vorbereitung des Antrages und recherchiert mit Ihnen zusammen die gelisteten Gesundheitsdaten in der bisherigen Krankenversicherung. In neun von zehn Akten, die ich zu prüfen habe, finden sich Falschdiagnosen. Sie alleine haften für die wahrheitsgemäßen und vollständigen Angaben im Antrag, auch wenn Sie diese nicht kennen, weil Sie das nicht wussten. Der Versicherungsschutz ist in einem solchen Fall gefährdet.

Bevorzugen Sie Berater, die für ihre Tätigkeit haften, also niemanden der eine oder nur wenige Firmen vertritt. Dokumentieren Sie den gesamten Vorgang. Der Gesetzgeber schreibt mindestens drei unterschiedliche Angebote vor. Achten Sie darauf! Der Begriff Experte ist gesetzlich nicht geschützt und viele glauben durch den Erwerb eines Vergleichsrechners zum Experten zu werden. Dann würde auch ein Arzt durch den Erwerb eines Röntgengerätes zum Röntgenologen werden. Vergleichsrechner sollten nicht in die Beratung eingebunden sein. Viele Tarifmerkmale, die darüber Auskunft geben, ob eine Leistung tatsächlich auch gezahlt wird, wie zum Beispiel einzuhaltende Fristen oder „Kann-Regelungen“, wie es der Zusagevorbehalt ist, werden nicht deutlich genug hervorgehoben. Das Kleingedruckte entscheidet, nicht Werbung oder Versprechungen bei gutem Kaffee. Lernen Sie die unterschiedlichen Möglichkeiten, die der Markt bietet kennen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Philosophie in der Beratung:

Gute Ratschläge erhält man meist auch ungefragt und je mehr Menschen man darum bittet, desto unterschiedlicher werden die Empfehlungen. Wer beispielsweise fünf Personen zu ihren Assoziationen bei dem Begriff Italien befragt, wird fünf verschiedene Antworten erhalten. Trotz dieser Tatsache entscheiden viele Vermittler vor oder während der Beratung, was für den Kunden das richtige sein wird. Sie sollten diese Entscheidung treffen, nicht der Vermittler. Er hat Ihnen die „Werkzeuge“ zu geben, damit sie selbst und bewusst entscheiden können. Das ist nicht schwer und muss nur einmal richtig gemacht werden. Darin unterscheide ich mich von vielen meiner Kollegen. Ich nutze Beispiele aus der Betreuung meiner Mandanten aus den letzten 30 Jahren, Versicherungsdeutsch und Rechtsbegriffe greifbar und transparent zu machen. Ich freue mich schon auf Sie, ein erstes Gespräch, um zu sehen, ob wir  zusammen arbeiten können. Bitte bleiben Sie gesund.

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