Gesetzlich oder privat (GKV / PKV)?

Für je­den, der ver­si­che­rungs­frei ist, stellt sich die­se Fra­ge. Soll ich mich gesetzlich oder privat versichern? Wo liegen die Unterschiede und wo die Risiken?

Beginnen wir mit den Fakten:

die ersten nach messbaren Daten zur Unterscheidung der beiden Systeme fanden sich bereits in einer Studie aus 2012, die im Ergebnis belegen konnte, dass die meisten Anbieter unb GKV oder PKV?in der PKV nicht die Mindestkriterien erfüllen.

Mindestkriterien?

Unter Mindestkriterien versteht man klar definierte Leistungsinhalte, abgeleitet aus der GKV aber auch mit drei zusätzlichen Leistungen, die das Analysehaus PremiumCircle Deutschland GmbH als notwendig im Versicherungsschutz der GKV erachtet.

Die Untersuchung wurde wiederholt aufgegriffen und die politischen Parteien „die Grünen“ und „Bündnis 90“ beauftragten das Analysehaus erneut, sich dem Thema in ausführlicher Form zu widmen. Im November 2018 war es dann soweit. Die Studie wurde übergeben.

Wirklich vergleichbar?

Dass diese beiden Systeme, ein Vertragssystem mit einem abstrakten Leistungsversprechen zu vergleichen ist nicht möglich. Der Vergleich kann nur (Zitat): „in etwa“ erfolgen. Es ist selbstverständlich, dass wenn das gesetzliche System die Vorgabe zur Definition dieser Kriterien hat, dass dieses auch 100 % davon erfüllt. Ich persönlich bin der Meinung, dass ein erneuter Abgleich dieser definierten Kriterien mit der GKV belegen wird, dass die 100 % bereits Vergangenheit sind. Die vergangenen 30 Jahre, geprägt von elf Reformen und unzähligen von Bestimmungen haben es nicht aufhalten können. Leistungen sind verschwunden, Zuzahlung und auch der Preis stiegen weiter.

Bei den Anbietern der privaten Krankenversicherung zeigte sich, dass das Delta der Erfüllung von 32 % bis auf 99 % erstreckte. Grund genug, nicht mehr von „der“ PKV zusprechen, sondern von „den“ zu PKV`en.

Zweckjournalismus, denn anders möchte ich es nicht nennen, veröffentlichte sofort, das die PKV schlechter als die GKV sei. Klar zu erkennen, dass die Brille der Berichterstattung wahrscheinlich auf die Vergangenheit der Verfasser beruht. Als diese mit dem Beruf begannen, meist selbstständig und ohne großes Einkommen, suchten sie günstigen Versicherungsschutz. Diesen fanden sie in der PKV, meist in Einsteigertarifen, die in späteren Jahren hätten vieles leisten müssen, was nicht enthalten war. Selber schuld! Wer sich nicht informiert, sollte sich auch nicht entscheiden, egal worum es geht.

unbenan GKV oder PKV?Mehrleistungen!

Addiert man diese Leistungen, also die Tarifinhalte, die nicht in der gesetzlichen Kasse zu finden sind hinzu, so wandert die gesetzliche Kasse in ihrer Wertigkeit an die drittletzte Stelle des Vergleiches (Platz 31 von 33).

Die wichtigsten Sachverhalte in meinen Augen sind, dass privater Versicherungsschutz planbar ist. Das Vertragswerk wird in vielen Jahren dasselbe sein und nicht ständigen Reduktionen anderen Veränderungen wie der gesetzliche Bruder unterworfen sein. Bei richtiger und sorgfältiger Auswahl  ist die Versorgung im Alter bis zu viermal höher und damit nicht nur individueller, sondern auch bedarfsgerechter.

Spätere Beiträge

Die Geschichte von den grundsätzlich unbezahlbaren Beiträgen ist wissenschaftlich bereits seit Jahren widerlegt. Auch in der jetzigen Studie kam es noch einmal zum Gespräch. Es ist signifikant, dass Einsteigertarife, meist eine wesentlich höhere Anpassung über die Jahre zu verzeichnen haben als umfassend ausgestattete Hochleistungstarife.

Die Grundlage dieser Erhebung waren Krankenversicherer wie die Barmenia, die SDK, die Debeka, die Hallesche, die HUK und die Central mit einem gesamten Marktanteil von 25,7 % zum 31.12.2012.

Über 700 € Beitrag zahlten bei den 50-60-jährigen gerade mal ein Prozent der Versicherten, bei den 60-70-jährigen nur noch 0,6%, bei den 70 bis 80-jährigen 0,8 % und bei den über achtzigjährigen nur noch 0,4 %.

Von einer Pauschalität keine Spur. Die Presse und die Politik haben es dennoch nicht begriffen, scheint mir.

Gründe für den Wechsel:

Gründe gibt es nicht, es gibt nur einen Grund. Die Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt auf die entsprechende und individuelle Spitzenmedizin zur Heilung oder Linderung zugreifen zu können.

Schon 2005 dokumentierten führende Onkologen, dass privat Versicherte weit höhere Chancen des Überlebens haben, als Patienten der GKV.

Dem entgegen müssen gesetzlich Versicherte trotz ihrer regelmäßigen Beitragszahlung auf Hilfe warten, auch wenn die Wirksamkeit eines Hilfsmittels bereits belegt ist.

Entschieden wird nicht nach Bedarf, sondern nach Wirtschaftlichkeit. Das wird in diesem Beispiel deutlich. In der gesetzlichen Kasse kennen wir 84 Diagnosen. Für die Therapie sind gewisse Verfahren entschieden, die geleistet werden. Verträgt man beispielsweise eine Chemotherapie nicht, so bleibt nur die Wahl, sich eine Alternative aus dem privaten Bereich selbst zu finanzieren. Diese Frau hat es erlebt. Trotz Beitragszahlung keine Leistung.

Falsche Berichterstattung:

Weder in der Politik noch in den Medien scheint es den Akteuren daran zu liegen, entsprechend der wirklichen Gegebenheiten zu berichten. Die Ideologien treiben, nicht aber die Wahrheit selbst. Mir selbst liegt eine Akte vor, die mir eine Witwe zugesendet hat. In ihr wird dokumentiert, dass Sie ihren Mann verloren hat, durch den sie beihilfeberechtigt war. Durch den Tod verlor sie die Beihilfeberechtigung und damit die staatliche Förderung. Der Beitrag stieg auf über das Doppelte an. Sie suchte verzweifelt bei verschiedenen Ministerien und Ministern Rat und Hilfe. Auch die Antworten liegen mir vor. Insbesondere die von Herrn Dr. Lauterbach, der sich bereit erklärte den Sachverhalt zu veröffentlichen, bei dem er die Schuld m.E. wissentlich der PKV unterschieben wollte. Dass der Wegfall der Beihilfe eine politische Vorgabe war, erwähnte er nicht. Alles ist lückenlos dokumentiert! Klartext spricht auch Herr Michael Fiedler, Redakteur bei procontra Online.

Worauf aber muss man bei der Auswahl achten?

1 GKV oder PKV?

Ruskinsches Preisgesetz

Es beginnt mit dem Berater. Ist er ein Fachmann in diesem Gebiet oder macht er „auch mal“ PKV. Liest er die Bestimmungen noch selbst und kann Unterschiede herausarbeiten oder nutzt er einen Vergleichsrechner, der nicht für seine Angaben haftet die sehr oft nicht vollständig oder sogar falsch abgebildet werden?

Beginnen Sie mit den Mindestkriterien. Meiden Sie Einsteigertarife, auch wenn „wohlklingende“ Optionen „Mehr“ versprechen. Niemand möchte mit dem Wechsel das private System auf das verzichten, was er bisher (nur) hatte.

Richtig?

Danach sollten Sie die Summe der versicherten Inhalte mit dem vergleichen, was man Lebensplanung nennt. Eine Vielzahl von Fragen sind dabei zu beantworten. Beispielsweise, ob Sie zukünftig längere Zeit oder sogar auf Dauer einen Auslandsaufenthalt haben werden. In Europa, im EWR oder außerhalb? Wie sieht es mit Behandlungen in Privatkliniken aus, denn das Tarifmerkmal Chefarzt/Zweibettzimmer bezahlt den Arzt, nicht aber die Klinik. Also ist man dadurch noch lange kein Privatpatient. Sind einzelne Leistungen begrenzt, gibt es Obliegenheiten oder Fristen zu beachten. Mehr finden Sie bei mir im Downloadcenter in Form eines Leitfadens. Dieser bietet erste Informationen für ein baldiges Gespräch und eine gute Grundlage für eine spätere Beratung.

Dazu ein Intervier zwischen Herrn Hansen (BKK W&F) und mir als Makler

Zu diesen beiden Aussagen bilden Sie sich bitte nun eine eigen Meinung.

unbe GKV oder PKV?

 

 

 

 

 

 

 

Kontaktieren Sie mich

Ich stehe gerne für Ihre Fragen bereit und helfe Ihnen!

Nicht lesbar? captcha txt