Gesetzlich oder privat (GKV / PKV)?

Für je­den, der ver­si­che­rungs­frei ist, stellt sich die­se Fra­ge. Soll ich mich gesetzlich oder privat versichern? Wo liegen die Unterschiede und wo die Risiken?

Beginnen wir mit den Fakten:

die ersten nach messbaren Daten zur Unterscheidung der beiden Systeme fanden sich bereits in einer Studie aus 2012, die im Ergebnis belegen konnte, dass die meisten Anbieter in der PKV nicht die Mindestkriterien erfüllen. Unter Mindestkriterien versteht man die Leistungen, die die gesetzliche Kasse, wenn auch nicht vertraglich gefestigt, anbietet. Dazu mehr auf der Seite Private Krankenversicherung.unb GKV oder PKV?

Wirklich vergleichbar?

Vergleichbar sind die beiden Systeme kaum. Die Leistungsgrundlage der gesetzlichen Kasse ist interpretierbar: wirtschaftlich, angemessen, zweckmäßig, dass notwendige Maß nicht überschreitend!

Damit ist jeder Fall ein Einzelfall und niemand kann ermessen, was er im Leistungsfall erhält. Das Vertragsrecht der privaten Krankenversicherung ist von den Leistungen her, die benötigt werden könnten, planbar. Viele Verträge sind nicht flexibel und im Einzelfall schlechter als der gesetzliche Bruder. Es lohnt sich eine genaue und detaillierte Betrachtung.

Seit Beginn an ist das gesetzliche System geprägt von steigenden Beiträgen, beginnend mit umgerechnet 51 € in den siebziger Jahren, heute mit Zusatzbeitrag bei 900 €. Neben den steigenden Beiträgen sind der Wegfall von Leistungen und steigende Zuzahlung zu vermerken. Das lässt sich in Zahlen nicht greifen, ist aber spürbar weit höher als die privaten Anbieter, die in den letzten 17 Jahren „im Durchschnitt“ weniger anpassten, als der gesetzliche Bruder – bei gleichen Leistungen.

Die Studie im Auftrag politischer Parteien.

unbenan GKV oder PKV?Die Mindestleistungskriterien, die von den politischen Parteien „Bündnis 90/die Grünen“ zusammen mit dem Analysehaus PremiumCircle Deutschland formuliert wurden, sollten die Benchmark des Leistungsniveaus der gesetzlichen Kassen definieren. Die Bandbreite der Erfüllung reicht von 32 bis hin zu 99 %.

Zweckjournalismus, denn anders möchte ich es nicht nennen, veröffentlichte sofort, das die PKV schlechter als die GKV sei.

Basiert diese Berichterstattung auf Erfahrung der Berichterstatter selbst oder ist sie politisch von anderen Parteien motiviert? Viele, die heute in der Presse tätig sind, waren zu Beginn an dazu gezwungen, Einsparungen zu realisieren. Sie entschieden, wie ich selbst in Gesprächen erfahren musste, über den Preis, wo sie sich versicherten. Den Rest können Sie sich denken.

Mehrleistungen!

Addiert man die Mehr-Leistungen, also die Tarifinhalte, die nicht in der gesetzlichen Kasse zu finden sind hinzu, so wandert die gesetzliche Kasse in ihrer Wertigkeit an die drittletzte Stelle des Vergleiches (Platz 31 von 33).

Persönliche Bewertung:

Die Planbarkeit von Leistungen im Leistungsfall sind meines Erachtens die wichtigste Eigenschaft einer Versicherung. Der Bedarf an Leistung wächst mit dem Alter. Hier gewinnt die PKV, sofern sie sorgfältig nach Inhalten, frei von Begrenzungen oder Fristen gewählt wurde.

Spätere Beiträge

Die Geschichte von den grundsätzlich unbezahlbaren Beiträgen ist wissenschaftlich bereits seit Jahren widerlegt. Auch in der jetzigen Studie kam es noch einmal zum Gespräch. Es ist signifikant, dass Einsteigertarife, meist eine wesentlich höhere Anpassung über die Jahre zu verzeichnen haben als umfassend ausgestattete Hochleistungstarife.

Die Grundlage dieser Erhebung waren Krankenversicherer wie die Barmenia, die SDK, die Debeka, die Hallesche, die HUK und die Central mit einem gesamten Marktanteil von 25,7 % zum 31.12.2012.

Über 700 € Beitrag zahlten bei den 50-60-jährigen gerade mal ein Prozent der Versicherten, bei den 60-70-jährigen nur noch 0,6%, bei den 70 bis 80-jährigen 0,8 % und bei den über achtzigjährigen nur noch 0,4 %.

Von einer Pauschalität keine Spur. Die Presse und die Politik haben es dennoch nicht begriffen, scheint mir. Betrachten Sie doch dagegen das solidarische System, sofern sie in der zweiten Lebenshälfte ihres Arbeitslebens zu 9/10 nicht gesetzlich versichert waren.

Gründe für den Wechsel:

1 GKV oder PKV?Gründe gibt es nicht, es gibt nur einen Grund. Die Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt auf die entsprechende und individuelle Spitzenmedizin zur Heilung oder Linderung zugreifen zu können.

Schon 2005 dokumentierten führende Onkologen, dass privat Versicherte weit höhere Chancen des Überlebens haben, als Patienten der GKV.

Dem entgegen müssen gesetzlich Versicherte trotz ihrer regelmäßigen Beitragszahlung auf Hilfe warten, auch wenn die Wirksamkeit eines Hilfsmittels bereits belegt ist.

Entschieden wird nicht nach Bedarf, sondern nach Wirtschaftlichkeit. Das wird in diesem Beispiel deutlich. In der gesetzlichen Kasse kennen wir 84 Diagnosen. Für die Therapie sind gewisse Verfahren entschieden, die geleistet werden. Verträgt man beispielsweise eine Chemotherapie nicht, so bleibt nur die Wahl, sich eine Alternative aus dem privaten Bereich selbst zu finanzieren. Diese Frau hat es erlebt. Trotz Beitragszahlung keine Leistung.

Worauf aber muss man bei der Auswahl achten?

Ruskinsches Preisgesetz

Es beginnt mit dem Berater. Ist er ein Fachmann in diesem Gebiet oder macht er „auch mal“ PKV. Liest er die Bestimmungen noch selbst und kann er Unterschiede herausarbeiten oder nutzt er einen Vergleichsrechner, der nicht für seine Angaben haftet die sehr oft nicht vollständig oder sogar falsch abgebildet werden?

Beginnen Sie mit den Mindestkriterien. Meiden Sie Einsteigertarife, auch wenn „wohlklingende“ Optionen „Mehr“ versprechen. Niemand möchte mit dem Wechsel das private System auf das verzichten, was er bisher hatte.

Mehr finden Sie bei mir im Downloadcenter in Form eines Leitfadens. Dieser bietet erste Informationen für ein baldiges Gespräch und eine gute Grundlage für eine spätere Beratung.

Dazu ein Intervier zwischen Herrn Hansen (BKK W&F) und mir als Makler

Zu diesen beiden Aussagen bilden Sie sich bitte nun eine eigene Meinung.

unbe GKV oder PKV?

Und davon will sie trotz unveränderter Sachlage nichts mehr heute wissen.

Nichts ist steter als der Wandel und die politische Meinung.

 

 

 

 

 

 

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