„Diagnosenskandal“ größer als gedacht!

Um was geht es?

Im Oktober 2016 gab der TK-Chef Mogeleien bei den Abrechnungen durch die Krankenkassen zu. Zwei Jahre später warf man der Barmer vor, 400 Millionen falsch abgrechnet zu haben. Eine ähnliche Meldung folgte wiederholte sich 2020.

Der Staat sieht weg. Er scheint mit sich selbst beschäftigt zu sein. Verbraucher, die sich beispielsweise gegen das existenzielle Risiko der Berufsunfähigkeit absichern wollen, denn der Staat hat sich bereits vor Jahren aus der Verantwortung gestohlen, zahlen die Zeche. Wer einen Antrag auf Versicherungsschutz stellt, ist für die Vollständigkeit und den Wahrheitsgehalt der Angaben im Antrag verantwortlich. Er haftet dabei auch für die Dinge, die er nicht kennt oder vergessen hat. Er vermutet keine Diagnosen in seiner Akte, die jeder Grundlage entbehren. Warum auch? Weil wir in Deutschland leben!

Es geht um Geld!

Geld für die Krankenkassen, nicht für Erkrankte. Das System versorgt die, die einen Versorgungsauftrag haben. Je mehr sich in die Patientenakten findet, desto mehr Zuwendungen erhalten die Krankenkassen. Krankheit wird „belohnt“, Gesundheit schint nicht von Interesse.

111-2 „Diagnosenskandal“ größer als gedacht!

Berufsunfähigkeitsversicherung, Antragstellung, gelistete Behandlungsdaten, Sorgfalt, Fachmakler Frank Dietrich

Nur 25.000 Ärzte in Deutschland?

Bundesweit sollen lediglich 25.000 Ärzte an den Manipulationen beteiligt sein. Wird das Problem schön geredet? Aktuell bin ich „mal wieder“ dabei, eine Patientenakte zu prüfen. Zwei „Ausschabungen“, fanden u.a. in den Abrechnungen. Zu dem Zeitpunkt lies die Dame sich eine Spirale einsetzen. Sie war noch nie schwanger.

Asthmaerkrankung oder Schalapnoe statt Schnupfen oder Wirbelsäulenerkrankungen statt Verspannungen, sind wiederkehrende Beispiele, wie aus Bagatellen Einnahmen werden können.

Der Staat ist gefordert.

Den Staat aufzufordern, das zu unterbinden, denn darin sehe ich seine Aufgabe, erscheinen zwecklos. Man verspricht Unterstützungen, niemand aber ist in solchen/ ähnlichen Fällen zuständig. Ob es nun an der fehlenden Kompetenz der Verantwortlichen in der Politik liegt oder ob sich Lobbyismus verstärkt breitmacht, möchte ich hier nicht vermuten.

Die fehlende Regulation schlägt sich wiederholt auf den Ruf der Branche nieder. Die dringende Absicherung der Arbeitskraft verliert weiter, wenn es um das Vertrauen der Menschen geht.  „Die Zahlen ja doch nicht“ oder, „was muss mir schon passieren, sich den Kopf unter dem Arm trage“?

Unbekannte Diagnosen in der Akte werden bei Ablehnung emotional dem Versicherer zugeschoben, der etwas suchte und finden wollte. Fehlendes Wissen, dass bereits 50 % Minderung der Leistungsfähigkeit/Veränderung des Tagesablaufes begründet durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall für einen Leistungsfall ausreichend sind, erklärt die geringe Durchdringung am Markt.

Auch ist der Name falsch. Schüler und Nichterwerbstätige wie zum Beispiel eine Hausfrau haben zwar kein Einkommen, können aber viel verlieren und sind versicherbar.

Übrigens werden die meisten Fälle nicht abgelehnt, sondern abgelegt. Der Versicherte ist nicht in der Lage, auf Augenhöhe mit dem Versicherer zu kommunizieren. Es ist nicht nur fehlendes Wissen, sondern die Erkrankung, die zum Leistungsfall führte.

Medien und Berichterstattung.

Wird öffentlich über Leistungsfälle berichtet, so bleibt der „böse Versicherer“ am Ende stehen, dabei liegtmeines Erachtens die Schuld beim Staat. Versprechungen, den Missständen in der Antragstellung und den unklaren Rechtsbegriffen eines Vertrages zur Berufsunfähigkeitsversicherung durch die PolitikAbhilfe zu schaffen, blieben meiner Kenntnis nach bisher ohne Taten. Ich bin der Meinung, dass Versicherer und Staat zusammen das Problem nachhaltig lösen könnten. Ist das auch gewollt? Versicherungsschutz wäre planbar und für den Antragsteller greifbar. Ich schrieb bereits darüber.

Die Absicherung der Arbeitskraft in einer Welt, die vom Geld regiert wird ist elementar. Die „Regierungsfähigkeit“ muss abgesichert/erhalten bleiben, so dass der soziale Abstieg zulasten der Gesellschaft endlich aufhört. Es gilt, den Vertrag zu finden, der am wenigsten Regulative hat. Alternativen zur Berufsunfähigkeit gibt es nicht! Eine Rechtsschutzversicherung ist ein Muss.

KEIN ANTRAG OHNE PRÜFUNG DER GESLISTETEN BEHANDLUNGSDATEN BEI DER KRANKENVERSICHERUNG / KASSE. ALLES ANDERE IST FAHRLÄSSIG UND ENTGEGEN DES „SACHWALTERS“.

Ihr Fachmakler Frank Dietrich

 

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