Private
Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Absicherung der Arbeitskraft gehört meines Erachtens in den Bereich der Pflichtversicherung. Der Name ist falsch gewählt, denn auch Schüler/Studenten und Hausfrauen/Hausmänner. Je früher man anfängt, desto geringer das Risiko, nicht versichert werden zu können. In jungen Jahren ist die Gesundheit meist besser, noch kein Berufsrisiko oder auch ein besonderes Hobby.

Der frühe Start.

Der Staat bietet für die nach 1960 geborenen nur noch eine Erwerbsminderungsrente. Ablehungsquote derzeit über 47%. Leistung nur dann, wenn der Antragsteller zuvor 5 Jahre Beiträge einzahlte (Auszug) und „keinerlei Tätigkeit mit einer Dauer von bis zu 3 Stunden ,mehr ausüben könnte“. Keinerlei! Vom Professor zum Parkhauswächter! Bei einer sorgfältig gewählten Berufsunfähigkeitsversicherung ist Ihr Beruf versichert, nicht „irgendeine“ Tätigkeit. Ablehungsquote aus meiner Erfharung bei ca. 10%. Also, mal ehrlich, wie haben Sie das Risiko in einer Welt, die vom Geld regiert wird, abgesichert? Ohne Einkommen auch keine Rente!

Die Berufsunfähigkeitsversicherung trägt in ihren Tarifangeboten unklare Begriffe, Versicherungsdeutsch und Bestimmungen, die man so aber auch gegenteilig auslegen kann. Vieles hört sich gut an, ist aber keine Leistung. Ein Tarif, der klar formuliert, sorgfältig durch die zuvor getätigte Recherche der gelisteten Gesundheitsdaten vorbereitet und auf Basis des Kleingedruckten (selbet gelesen) gewählt wurde, mach wirklich Sinn. Alles andere sind „Spendenquittungen“, denn Sie kennen den Beitrag, nicht aber den Wert der Absicherung, die Ihre finanzielle Existenz im Leistungsfall schützen soll.

Ich biete besondere Konzepte an, damit der Vertrags von Beginn an rechtssicher vereinbart wird.  (Blogartikel).

Deutscher Rentenversicherungsträger

Lassen Sie sich niemals in Eile und ohne direkten Einblick in die Vertragsbestimmungen beraten. Kannten Sie auch wirklich alle möglichen abischerbarenTarifmerkmale? Vergleichsrechner und Ratings ersetzen keine Kompetenz, sondern sehen nur gut aus und sollen Vertrauen erwecken.

Fritz und die BU

Auszug aus den Kriterien,
die eine BUV haben sollte:

  • Gilt die Berufsunfähigkeitsversicherung weltweit oder ist sie regional begrenzt?
  • Was führte zur Berufsunfähigkeit? Krankheit, Körperverletzung oder (mehr als altersentsprechender) Kräfteverfall?
  • Wie ist der versicherte Beruf definiert? Ist es „der Beruf“ oder der zuletzt ausgeübte Beruf,……?
  • Sind ärztlichen Anordnungen zu befolgen? Welche? Wie sieht es mit Empfehlungen und Maßnahmen aus?
  • Gibt es eine Arbeitsunfähigkeitsklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung? Für Angestellte und Selbständige? Welche Fristen sind zu beachten und wird eine Wiedereingliederung im Leistungsfall angeboten?
  • Wird auf die Abstrakte Verweisung direkt oder indirekt verzichtet?
  • Wird ein Berufswechsel vor Eintritt der Berufsunfähigkeit geprüft? In welchem Zeitraum? Was ist bei Ausscheiden aus dem Berufsleben, beispielsweise bei Arbeitslosigkeit oder Elternzeit? Bleibt der Beruf versichert oder dann doch nicht?
  • Ist eine Rentendynamik im Leistungsfall garantiert?
  • Gibt es Optionen? Welche? Welche Fristen oder Zeiträume sind gültig?
  • Wie ist die Konkrete Verweisung definiert – insbesondere im Bezug auf die soziale Stellung, Ausbildung, Gelerntes (Fähigkeiten) und das Einkommen?
  • Wie ist die Nachprüfung gegenüber der Erstprüfung zur Bemessung der Berufsunfähigkeit definiert? Gerade hier endet für Betroffene der Versicherungsschutz bereits nach kurzer Zeit, weil das Berufsbild als solches nicht mehr gilt oder der Zugewinn neuer Fähigkeiten mit geprüft werden.

Steuerliche Betrachtung

Bitte beachten Sie, dass man Vorsorge von Risiko trennt. Wenn es einmal etwas schlechter geht, so kann man die Vorsorge ein wenig ruhen lassen, das Risiko bleibt aber versichert. Auch sind steuerliche Aspekte zu berücksichtigen, wenn diese Dinge miteinander verbunden werden.

Verbeamtet heißt finanziell abgesichert?

Sicherlich ist die Aussage der meisten Beamten, dass sie im Falle der Berufsunfähigkeit/Dienstunfähigkeit von Dienstherrn weiter beschäftigt werden berechtigt. Dass garantiert aber nicht, dass das Einkommen in einem solchen Fall gleich bleibt.

Im § 44 des und Beamtengesetzes ist dem Grunde nach fixiert, dass Beamte, die ihre Dienstfähigkeit verlieren, darauf geprüft werden, ob sie anderweitig verwendbar sind. Die Verweisung in eine andere Tätigkeit innerhalb des Beamtendienstes ist zulässig, zulässig ist auch eine Umschulung hin zu einer minderen Tätigkeit, wenn Bedarf an Arbeitskraft dort ist. Man ist eben Staatsdiener.

Die Folge

Stellen Sie sich eine junge Beamtenfamilie vor. Beide sind erwerbstätig. Das Eigenheim wird gerade finanziert, das erste Kind kommt. Unfall oder Krankheit treffen den einen Partner: Dienstunfähigkeit! Umschulung, und es folgt ein minderes Gehalt. Was nun? Alles aufgeben? Eigenheim und Familienplanung? Ein paar Euro für die Vorsorge, meist in den Konsum investiert (Urlaub, Auto, Handy) hätten, anders angelegt, den „worst case“ verhindert.

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung:

Gibt es nicht!

Immer wieder wird fälschlicherweise von Alternativen gesprochen. Um eine Alternative zu sein, müsste der gemeinte Versicherungsschutz den Leistungsfall in der Minderung der Arbeitsfähigkeit oder Veränderung des gesellschaftlichen Status haben, wie die Berufsunfähigkeitsversicherung selbst. Die Angebote sind lediglich Ausschnitzdeckungen mit jeweils anderen Leistungsausschluss an die zum Beispiel:

  • Krankheit
  • Invalidität
  • Pflegebedürftigkeit
  • Unfall
  • Verlust von Grundfähigkeiten

Auch wird Versicherungsschutz angeboten, der ein Konglomerat aus diesen Punkten darstellt. Achtung! Liest man die vertraglichen Inhalte solcher Angebote, so fällt sofort auf, dass diese meist aus der Berufsunfähigkeit herauskopiert wurden (Paste and Copy). Mit einigen wenigen Zusätzen und weggelassen Details, wird dieser Versicherungsschutz angeboten. Auch sind die Definitionen des Leistungsfalles und die Arztanordnungsklausel besonders zu beachten. Was davon ist wirklich „greifbar“. Viele Vermittler erkennen nicht, dass sie als regulativ benutzt werden und dieses Mangels Weiterbildung nicht erkennen und dafür haften (Blogartikel). Die Zeche zahlen Kunde und Vermittler.

Haben Sie weitere Fragen zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung?

0331 7403 – 7334

Bitte orientieren Sie sich selbst, wie komplex das Thema Berufsunfähigkeitsversicherungen ist

Eine Dread-Disease-Police zur Absicherung der Arbeitskraft ist ungefähr so sinvoll, wie eine PKW-Versicherung, die nur bei Unfällen mit einem LKW leistet.

Quelle: bu-portal24.de