Petition, Mindeststandards und der Bundestag

Petition – der nächste Schritt

Es ist nun fast drei Wochen her, als ich an einem Wochenendmorgen die Petition ins Leben rief. Alle Kommentare, Positionierungen, Selbstdarstellungen und konstruktive Hinweise haben etwas gemeinsam: Niemand bestreitet die fehlerhaften Aussagen und Beratungen der Verbraucherzentralen!

Gemeinsamkeiten.

Interessant ist auch, dass sich in dieser Interessensgemeinschaft neben Honorarberatern auch Versicherungsmakler und Versicherungsvermittler zusammenfinden. Das letzte Mal gab es solche gemeinschaftlichen Tätigkeiten in der Petition zur IDD. Deren Anwendung, geplant ab Februar 2018, würde die Tätigkeit der Verbraucherzentralen die einem Makler zuordnen.

Nach der Wahl

Unbenann1 Petition, Mindeststandards und der Bundestag

Petition kam an

Es stellt sich die Frage, ob das Justizministerium als auch der Bundestag für diese Art der unvollständigen oder auch fehlerhaften Beratung wieder Ausnahmeregelungen schaffen. Jede Ausnahme trägt das Potenzial in sich, einem Verbraucher zu schaden. Dass der Verbraucher dieses auch noch fördert, ist absurd und nicht mehr nachvollziehbar. Über die aktuelle Förderung der Verbraucherzentralen habe ich hier geschrieben.

Wie der Zufall so will.

Auch möchte ich es nicht unerwähnt lassen, obwohl ich lange darüber nachdachte, es zu erwähnen. Vor zwei Tagen hatte ich eine Beratung zur Berufsunfähigkeit mit einer international tätigen Führungskraft im Energiewesen. Im Rahmen des dreistündigen Gespräches, eigentlich ausgerichtet auf die Pflegezusatzversicherung, kamen wir unter anderem auch auf den Bereich Arbeitskraftabsicherung. Der Herr hatte bereits zwei Absicherungen. Die eine bekam er vor gut 20 Jahren vom Bund der Versicherten. Herr Kleinlein war damals noch nicht im Amt, nur zur Klarstellung. Meine Kritik bezieht sich jetzt nicht auf Anbieter und Tarif, da ich nicht genau recherchieren kann, was vor 20 Jahren bereits am Markt war und was nicht. Ich frage mich ehrlich gesagt nur, wer die Bestandsprovision erhält. Der BdV? Wenn dem so wäre, würden dann nicht die Vorwürfe der courtagegesteuerten Vermittler, die für mein Empfinden absurd sind, auch in diese Richtung zu gehen haben?  Auch frage ich mich, da sich der Herr bester Gesundheit erfreut, ob man nicht spätestens mit der Neuordnung des Versicherungsvertragsgesetzes auch diesen Vertrag noch hätte einmal die Hand nehmen müssen. Warten wir ab bis das Dienstleistungscenter dieses Bundes seine Beratungstätigkeiten aufnimmt. Ich bin gespannt, vorher die inhaltliche Kompetenz über die einzelnen Themen der Versicherungssparten kommen sollen. Vergleichsrechner? Ratings? Gegebenenfalls werden Kollegen motiviert für den Bund der Versicherten tätig zu werden. Es stellt sich die laute Frage, welcher Kollege, der selbst erfolgreich am Markt tätig ist, ein solches Angebot annehmen würde.

Viele Kollegen werden nun schreien: „Nein“, geht gar nicht.

Ich persönlich vertrete die Meinung, dass ich dem Kunden über die gesamte Vertragslaufzeit Informationen und Aufmerksamkeit/Betreuung schulde. Es ist zu überwachen, ob der Markt sich dahin gehend verändert, dass es bessere Möglichkeiten der Absicherung gibt. Bessere Möglichkeiten, als die, die er bis jetzt hatte. Jeder Fall ist eine Einzelfallentscheidung und gehört sorgsam abgewogen. Es entscheidet immer der Kunde! Das aber kann er nur, wenn ihm wirklich alle Möglichkeiten, Vor- und Nachteile erläutert wurden.

Die beiden Absicherung sind im Kleingedruckten in ihrer Gesamtheit relativ „dünn“ formuliert. Da die Tätigkeit des Herren, bis auf die Reisen, die er beruflich zu unternehmen hat, keine großen Risiken birgt, muss der Preis nicht grundsätzlich viel höher sein. Definitiv aber kann man die Qualität verbessern und bei dem Gesundheitsstatus auch noch ohne Leistungsausschlüsse oder Zuschläge, die bei Antragstellung riskiert werden. Wo also war die Betreuung? Nie wieder hatte man sich seit 1996 an ihn gewendet!

Ich habe mich nun entschlossen, vor ca. zehn Tagen die Petition auch im Bundestag anzumelden. Ich bin nun sehr gespannt, was „zu gegebener Zeit“ meint. Ein solcher Begriff in einem Versicherungsvertrag würde man sicherlich als intransparent definieren. Überlegt man dann noch, dass dieser Brief maschinell erstellt wurde, gute sechs Tage nach Eingang meines Antrages übers Internet ankam, hoffen wir mal, dass wir nicht auf Godot warten.

Frank Dietrich Fachmakler

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Aktuell: ca. 1700 Unterschriften

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