Berufsunfähigkeit und Ihre Versicherung
Ihre Arbeitskraft ist Ihr größtes Vermögen.
Geld regiert die Welt. Bleiben sie regierungsfähig. Das klingt zunächst vielleicht provokant. Wirtschaftlich betrachtet steckt darin jedoch viel Wahrheit. Denn finanzielle Selbstbestimmung setzt voraus, dass Sie über die Mittel verfügen, Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, Ihre Verpflichtungen zu erfüllen, Rücklagen zu bilden und Ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Und all das hängt bei den meisten Menschen von einer einzigen Fähigkeit ab:
Der Fähigkeit, den eigenen Beruf auszuüben und damit Einkommen zu erzielen.
Was passiert, wenn diese Fähigkeit plötzlich nicht mehr vorhanden ist? Eine schwere Erkrankung. Ein Unfall. Eine psychische Erkrankung. Eine Erkrankung des Bewegungsapparates. Oder eine gesundheitliche Entwicklung, die sich zunächst langsam ankündigt und irgendwann dazu führt, dass Sie Ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können. Niemand kann seriös vorhersagen, ob es ihn trifft.
Was ist Ihre Arbeitskraft
wert?
Nehmen wir ein einfaches Beispiel.
Die Zahlen
Sie verdienen heute 2.500 Euro im Monat. Sie sind 35 Jahre alt und werden bis zum 67. Lebensjahr arbeiten.
Allein daraus ergibt sich – ohne Gehaltssteigerungen – ein zukünftiges Einkommen von rund 960.000 Euro.
Das ist eine beeindruckende Zahl.
Die Daten
Und dennoch wird die eigene Arbeitskraft häufig weniger bewusst abgesichert als das Auto, die Wohnung oder andere Vermögenswerte. Auch Handys und Urlaubsreisen werden der Absicherung vorgezogen.
Dabei geht es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht darum, irgendeinen abstrakten finanziellen Wert zu versichern.
Es geht um die Grundlage Ihres bisherigen Lebens, die erhalten bleiben soll.
Die Fakten
Von Ihrem Einkommen bezahlen Sie Ihre Wohnung. Sie finanzieren Ihren Lebensunterhalt. Vielleicht unterstützen Sie Ihre Familie. Sie sparen für das Alter. Sie erfüllen Wünsche und Ziele.
Vielleicht tragen Sie als Unternehmer zusätzlich Verantwortung für Mitarbeiter, Geschäftsräume oder laufende Verpflichtungen.
Fällt Ihre Arbeitskraft weg, fällt deshalb nicht nur ein monatlicher Gehaltseingang weg.
Genau deshalb sollte die Frage nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung nicht mit dem Beitrag beginnen. Sie sollte mit einer anderen Frage beginnen: Was würde passieren, wenn Ihr Einkommen plötzlich nicht mehr da wäre?
Berufsunfähigkeit kann Jeden treffen
Vielleicht denken Sie: „Mir passiert so etwas nicht.“ – Dieser Gedanke ist menschlich. Und solange man gesund ist, erscheint das Risiko weit entfernt. Doch Gesundheit lässt sich nicht planen.
Erkrankungen können unerwartet auftreten. Unfälle passieren ohne Vorankündigung. Psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates können die berufliche Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. Dabei muss eine Berufsunfähigkeit nicht zwingend mit einem dramatischen Ereignis beginnen. Manchmal entwickelt sich die Situation über Jahre.
Aus Beschwerden werden Einschränkungen. Aus Einschränkungen werden längere Fehlzeiten. Und irgendwann stellt sich die Frage, ob der bisherige Beruf unter den vertraglich maßgeblichen Voraussetzungen noch ausgeübt werden kann. Ein oftmals schleichender Prozess.
Die Ursachen können unterschiedlich sein. Das finanzielle Problem ist häufig dasselbe: Das Einkommen ist gefährdet. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann genau dieses Risiko absichern. Nachhaltig und fortdauernd.
Schnelle Fragen & schnelle Antworten
"Die Versicherer zahlen doch sowieso nicht"
Ein Satz, den ich häufig höre. Meine Erfahrung ist differenzierter. Ein BU-Leistungsfall kann schwierig werden. Das bedeutet aber nicht, dass Versicherer grundsätzlich nicht leisten. Entscheidend sind die Voraussetzungen des Vertrages, die gesundheitliche Situation und die nachvollziehbare Darstellung des Leistungsfalls.
Ich habe inzwischen mehr als 80 Leistungsfälle begleitet.
Dabei konnte ich in über 95 % der Fälle, in denen die Voraussetzungen für Leistungen gegeben waren, meine Mandanten bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche ohne gerichtliche Auseinandersetzung gegenüber dem Versicherer unterstützen. Diese Erfahrung lässt sich nicht aus einem Vergleichsprogramm gewinnen. Sie entsteht erst dann, wenn man Leistungsfälle tatsächlich erlebt.
Deshalb endet meine Beratung nicht zwingend mit der Unterschrift unter einem Vertrag.
Was muss ich bei einem Antrag beachten?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird idealerweise abgeschlossen, solange Sie gesund und versicherbar sind. Bei frühem Abschluss gehen Sie auch dem Problem eines nicht versicherbaren Berufes aus dem Weg. Doch genau hier liegt eine häufig unterschätzte Herausforderung. Bei der Antragstellung müssen Gesundheitsfragen vollständig und korrekt beantwortet werden.
Das Problem: Die eigene Erinnerung entspricht nicht immer der medizinischen Dokumentation. Eine Diagnose kann in einer Patientenakte stehen, obwohl sie später nicht bestätigt wurde. Eine Verdachtsdiagnose kann dokumentiert worden sein. Behandlungen oder Beschwerden können länger zurückliegen und längst vergessen sein.
Für den Versicherer können sie trotzdem relevant sein.
Fragezeiträume werden oftmals falsch eingeschätzt. Ein Bandscheibenvorfall vor zwölf Jahren hat keinen Rückfragezeitraum. Er heilt nie gänzlich aus, wird maximal beschwerdefrei. Eine anonyme Voranfrage ist an dieser Stelle notwendig. Diagnosen lesen können ist eine Fähigkeit, die wir bieten, das zu entscheiden. Deshalb sollte man die eigene Gesundheitsgeschichte kennen, bevor man einen Antrag stellt.
Eine sorgfältige Vorbereitung kann helfen, Unklarheiten frühzeitig zu erkennen und die Antragstellung auf eine rechtlich belastbare Grundlage zu stellen.
Gibt es Unterschiede aufgrund des eigenen Berufs?
Eine BU-Versicherung schützt Ihre berufliche Leistungsfähigkeit. Deshalb sollte auch Ihr Beruf möglichst präzise beschrieben werden. Nicht nur die Berufsbezeichnung, sondern auch ihre Ausbildung und die tatsächliche Tätigkeit. Das ist besonders wichtig, wenn Ihr Berufsalltag aus sehr unterschiedlichen Aufgaben besteht.
Vielleicht führen Sie Mitarbeiter. Vielleicht arbeiten Sie gleichzeitig im Büro und im Außendienst. Vielleicht beraten Sie Kunden, organisieren Projekte und tragen unternehmerische Verantwortung. Vielleicht sind Sie nicht körperlich tätig, obwohl Ihre offizielle Berufsbezeichnung etwas anderes vermuten lässt. Eine falsche Einschätzung gefällt den Versicherungsschutz.
Der Versicherer muss wissen, welchen Beruf Sie tatsächlich ausüben. Und Sie sollten selbst wissen, wie dieser Beruf im Versicherungsvertrag beschrieben wird.
"Eine BU ist mir zu teuer"
Die bessere Frage lautet: Was kostet es, wenn Sie keine haben? Natürlich kostet eine hochwertige Berufsunfähigkeitsversicherung Geld. Das ist kein Geheimnis. Aber betrachten wir noch einmal unser Beispiel.
2.500 Euro Einkommen im Monat. 32 Jahre bis zum geplanten Ruhestand. Rund 960.000 Euro zukünftiges Einkommen – ohne Gehaltssteigerungen. Wenn die Arbeitskraft wegfällt, verschwindet dieses Einkommen nicht für einige Wochen. Es kann über einen langen Zeitraum gefährdet sein. Meist 6-8 Jahre.
Natürlich muss eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zwangsläufig das gesamte Einkommen ersetzen. Sie soll vielmehr eine finanzielle Grundlage schaffen, mit der Sie Ihr Leben auch unter veränderten Umständen weiterführen können. Deshalb ist der Beitrag nicht die entscheidende Größe.
Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Beitrag, Leistung und dem Risiko, das Sie damit absichern. Bitte fragen Sie nach.
Ab wann sollte man sich versichern?
Früh absichern kann ein Vorteil sein. Wer jung und gesund ist, denkt verständlicherweise selten über Berufsunfähigkeit nach. Gerade das kann jedoch ein guter Zeitpunkt sein, sich damit zu beschäftigen.
Denn die Versicherbarkeit hängt unter anderem von Alter, Beruf (Tätigkeit) und Gesundheitszustand ab. Auch Hobbys und spätere berufliche Veränderungen können eine Rolle spielen. Beispielsweise sind Musiker nur sehr schwer versicherbar. Niemand weiß, wie sich die eigene Gesundheit in zehn oder zwanzig Jahren entwickelt.
Die beste Gelegenheit, über die Absicherung Ihrer Arbeitskraft nachzudenken, ist deshalb nicht erst dann, wenn Sie sie dringend benötigen.
Kann ich noch mehr für meine Vorsorge tun?
Vorsorge und Risiko sind zwei verschiedene Themen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird häufig mit anderen Vorsorgeprodukten verbunden, beispielsweise mit einer Basisrente. Solche Kombinationen können unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll sein. Sie können aber auch zu einer Abhängigkeit führen, die bei finanziellen Veränderungen problematisch werden kann.
Wenn beispielsweise Beiträge später aus beruflichen Gründen reduziert werden müssen, kann unter Umständen auch die Absicherung der Arbeitskraft betroffen sein, obwohl ich das Risiko erhöht hat (Corona).
Steuerliche Vergünstigungen, durch die Kombination begründet mindern die Rentenzahlung im Leistungsfall, wenn das Einkommen wegfällt. Deshalb sollte man zwei Fragen zunächst voneinander trennen: Wie sichere ich meine Arbeitskraft ab? Und:
Wie baue ich Vermögen für meine Zukunft auf?
Beides ist wichtig. Aber die Risiken sind unterschiedlich.
Vorsorge kann man möglicherweise verschieben. Eine gesundheitliche Entwicklung lässt sich nicht verschieben.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine BU-Versicherung?
Was genau bedeutet Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung trägt eigentlich einen falschen Namen. Denn im Mittelpunkt steht nicht einfach Ihr Einkommen der ein Beruf. Entscheidend ist vielmehr, wie Sie Ihren Beruf, Ihre Tätigkeit tatsächlich ausüben.
Zwei Menschen können denselben Beruf haben und dennoch völlig unterschiedliche Tätigkeiten ausüben. Ein Arzt arbeitet nicht automatisch wie ein anderer Arzt. Ein Unternehmer nicht wie ein anderer Unternehmer. Ein Handwerker nicht wie ein anderer Handwerker.
Und auch zwei Angestellte mit derselben Berufsbezeichnung können völlig unterschiedliche berufliche Anforderungen haben. Deshalb ist eine möglichst genaue Beschreibung Ihrer tatsächlichen beruflichen Tätigkeit von großer Bedeutung und kann durchaus Beitragssenkend wirken. Welche Ausbildung haben sie? Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus? Welche Aufgaben übernehmen Sie? Wie viel Zeit verbringen Sie mit welchen Tätigkeiten? Welche körperlichen, geistigen oder psychischen Anforderungen bestehen? Welche Verantwortung tragen Sie? Und welche dieser Tätigkeiten wären durch eine gesundheitliche Einschränkung besonders betroffen?
Genau hier beginnt eine fachlich gute BU-Beratung.
Was bedeutet "berufsunfähig"?
Die zentrale Frage lautet nicht einfach: „Sind Sie krank?“
Krankheit und Berufsunfähigkeit sind nicht dasselbe. Definition (VVG. § 172) „Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“
Vervollständigt wird die Definition durch die Versicherer durch weitere Zusätze wie beispielsweise eine Prognose von sechs Monaten voraussichtlich oder rückwirkend. Welche Zusätze gibt es, welche sind wichtig und worauf ist zu achten?
Und genau deshalb sind diese Bedingungen so wichtig.
Denn unterschiedliche Formulierungen können zu unterschiedlichen rechtlichen und praktischen Konsequenzen im Leistungsfall führen. Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb ausschließlich Bedingungswerk – nicht Werbeversprechen. Ein Tarif kann auf einer Vergleichsseite hervorragend aussehen, steht dennoch im Verhältnis zu anderen Angeboten im hinteren Feld.
Was wird bei einem Versichungsabschluss verglichen?
Viele Vergleiche beginnen mit dem Preis. Dann folgen Ratings, Leistungsmerkmale und einzelne Tarifbausteine.
Das kann eine erste Orientierung sein. Für eine langfristige Entscheidung reicht es jedoch nicht aus.
Wir gehen deshalb einen Schritt weiter. Wir fragen nicht nur, ob eine bestimmte Leistung genannt wird. Wir fragen, wie sie konkret geregelt ist. Es ist der genaue Wortlaut, gemessen an den Erfahrungen der Leistungsregulierung und der aktuellen Rechtsprechung.
Was passiert bei einem Berufswechsel? Wie ist der Leistungsfall definiert? Welche Prognose ist erforderlich? Gibt es eine abstrakte oder konkrete Verweisung?
Wie wird mit einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit umgegangen? Was gilt bei Elternzeit oder längerer beruflicher Unterbrechung? Welche Regelungen gelten für eine spätere Nachversicherung? Was passiert, wenn sich Ihre berufliche Tätigkeit verändert? Und wie ist eine Dynamik ausgestaltet? Es gibt die Beitragsdynamik und Leistungsdynamik.
Das sind keine Details für Versicherungsexperten. Es sollten Ihre Entscheidungsparameter sein. Gelesen, geprüft, verstanden, bewertet und eine Auswahl selbst begründend.
Ab wann beginnt die Leistung?
Ein Häkchen ist noch keine Leistung! Genau hier liegt einer der größten Unterschiede zwischen einem Tarifvergleich und einer qualifizierten Beratung.
Auf einem Vergleichsportal kann bei einer Leistung ein Häkchen stehen. Doch ein Häkchen sagt zunächst nur: Diese Leistung ist irgendwo im Tarif vorgesehen.
Es sagt noch nicht, unter welchen Voraussetzungen sie erbracht wird. Nicht, welche Einschränkungen bestehen. Nicht, welche Voraussetzungen oder Nachweise gelten oder zu erbringen sind. Und nicht, welche Bedeutung die Formulierung für Ihren konkreten Leistungsfall haben kann.
Deshalb lesen wir nicht nur Leistungsübersichten. Wir beschäftigen uns mit den Bedingungen dahinter. Kompromisslos! Ratings versichern nicht. Es ist der gekaufte Vertragsinhalt.
Ab wann beginnt eine Auszahlung?
Der Leistungsfall beginnt nicht mit der Auszahlung. Er beginnt mit der richtigen Darstellung Ihrer Situation.
Viele Menschen stellen sich einen BU-Leistungsfall relativ einfach vor: Man wird krank, der Arzt stellt die Berufsunfähigkeit fest und die Versicherung zahlt. In der Praxis ist es wesentlich komplexer.
Denn es muss nachvollziehbar dargestellt werden, wie Ihr Beruf vor Eintritt der Einschränkung tatsächlich ausgeübt wurde und welche konkreten Auswirkungen die gesundheitliche Situation darauf hat. Welche Minderung leitet sich daraus her?
Die berufliche Tätigkeit muss verständlich beschrieben werden. Die medizinische Situation muss nachvollziehbar dokumentiert werden. Und die Verbindung zwischen beidem muss erkennbar sein. Was haben Sie vor Ihrer Erkrankung tatsächlich getan? Was können Sie heute nicht mehr tun? Warum können Sie Ihren bisherigen Beruf nicht mehr in dem vertraglich relevanten Umfang ausüben? Was ist der relevante Umfang?
Diese Fragen können im Leistungsfall von erheblicher Bedeutung sein. Deshalb ist es wertvoll, wenn Beratung nicht mit dem Vertragsabschluss endet.
Wozu dienen Ratings?
Ratings haben ihre Berechtigung. Sie können bei der Orientierung helfen. Aber sie können Ihnen nicht beantworten, ob ein konkreter Tarif zu Ihrem Beruf, Ihrer Lebensplanung und Ihren persönlichen Anforderungen passt. Dafür muss man tiefer gehen. Man muss die Bedingungen lesen. Man muss verstehen, wie der Versicherer den Leistungsfall definiert.
Und man muss beurteilen können, welche Auswirkungen diese Regelungen auf Ihre persönliche Situation haben. Kurz gesagt, man muss sie befragen und dadurch kennen lernen.
Ich möchte Ihnen nicht einfach sagen, welcher Tarif „der beste“ ist. Denn einen besten Tarif für jeden Menschen gibt es nicht. Es gibt einen Tarif, der zu einer bestimmten Situation besser passen kann als ein anderer. Die entscheidende Frage ist deshalb: Wer sind Sie, was machen Sie und wohin soll es gehen?
Was erwarten Sie von der Berufsunfähigkeitsversicherung und gibt es bereits jetzt schon Sachverhalte, die besonders berücksichtigt werden sollten? Wie sind Ihre finanziellen Möglichkeiten? Wenn Sie diese Fragen beantworten können, wird aus einem Tarifvergleich eine echte Entscheidungsgrundlage.
Berufsunfähigkeit kann Jeden treffen
Schüler
Warum sollte ein Schüler seine Arbeitskraft versichern? Weil ein Schüler noch kein Einkommen besitzt – aber eine berufliche Zukunft. Genau darin liegt der Gedanke einer frühen Absicherung. Wer bereits in jungen Jahren einen passenden Versicherungsschutz aufbauen kann, schafft sich unter Umständen langfristige Gestaltungsmöglichkeiten. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Vertrag und der persönlichen Situation ab. Die Zahl der Anbieter, die Schüler versichern hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Der Bedarf steht spätestens durch Corona und die Angebote sind lebensbegleitend. Der Gedanke, sich erst mit dem Ergreifen eines Berufes abzusichern, ist falsch und nachteilig. Schüler und Studenten sind mit geringem Beitrag versicherbar.
Ohne eigenes Einkommen
Das gilt beispielsweise für Menschen, die sich überwiegend um Haushalt und Familie kümmern. Auch wenn hierfür kein klassisches Gehalt gezahlt wird, entstehen Leistungen, die im Falle einer längeren gesundheitlichen Einschränkung ersetzt werden müssten. Kinderbetreuung. Haushaltsführung. Organisation des Familienalltags. Versorgung von Angehörigen. Diese Tätigkeiten haben einen wirtschaftlichen Wert. Arbeitskraft lässt sich deshalb nicht ausschließlich über eine Gehaltsabrechnung definieren.
Grundfähigkeit
Ein niedrigerer Beitrag bedeutet nicht automatisch einen gleichwertigen Schutz. Grundfähigkeitsversicherungen und andere alternative Absicherungskonzepte können in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Sie verfolgen jedoch ein anderes Konzept. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung steht grundsätzlich die berufliche Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt. Bei einer Grundfähigkeitsversicherung kommt es dagegen auf den Verlust bestimmter, vertraglich definierter Fähigkeiten an. Eine Versicherung gegen schwere Krankheiten wiederum knüpft die Leistung an das Vorliegen bestimmter definierter Erkrankungen. In beiden ist die Hauptursache, die zur Berufsunfähigkeit führt, gemeint sind psychische Krankheitsbilder, nicht oder gänzlich ungenügend versichert. Es wäre wie eine Kfz Versicherung, die nur bei Unfall mit einem Lkw leistet. Andere Leistungsauslöser bedeuten anderen Versicherungsschutz. Deshalb sollte man Produkte nicht allein nach ihrem Beitrag miteinander vergleichen.
Dienstunfähigkeit für Beamte
Die Klausel entscheidet auf Basis einer medizinischen Begutachtung durch den Dienstherren, ob Dienstunfähigkeit vorliegt. Der Versicherer hat kein Mitspracherecht.
Gerade für Beamte auf Widerruf oder in frühen Phasen der Beamtenlaufbahn kann die Frage der Absicherung besonders relevant sein.
Doch auch hier gilt: Nicht nur die Dienstunfähigkeitsklausel zählt. Die Qualität des gesamten BU-Vertrages bleibt entscheidend.
Ein Beamter kann dienstunfähig werden, ohne vollständig arbeitsunfähig zu sein. Er kann unter Umständen in eine andere Tätigkeit versetzt oder anderweitig eingesetzt werden. Die Verpflichtung zur Umschulung ist in Beamtengesetz fixiert.
Damit entstehen Fragen, die ein einfacher Tarifvergleich nicht beantwortet. Was passiert mit der privaten Absicherung? Wann endet die Leistung? Welche Bedeutung hat die konkrete Klausel? Welche Voraussetzungen gelten?
Ein ungeschulter Beamte ist wieder dienstfähig. Die Dienstunfähigkeitsklausel entfällt in ihrer Grundlage. Die Klausel die in der Berufsunfähigkeitsversicherung zu Leistung führt kann dabei erhalten bleiben und weiterhin lebenslang Rente begründen.
Genau deshalb sollte eine Dienstunfähigkeitsabsicherung immer im Zusammenhang mit dem gesamten BU-Vertrag betrachtet werden.
Sie müssen noch nicht wissen, welchen Tarif Sie wollen
Das ist sogar ein guter Ausgangspunkt. Denn bevor man einen Tarif auswählt, sollte man wissen, was man dafür zu beurteilen hat. Möglicherweise haben Sie schon Angebote. Ich möchte diese nicht vor der Beratung kennen lernen. Eine Beurteilung wird nach der Beratung gemeinschaftlich realisieren. Gibt es bereits einen Vertrag? Wurden ihnen alle Möglichkeiten, den Versicherungsschutz zu gestalten, beispielsweise eine Leistungsdynamik, zu entscheidend mitgeteilt, sodass sie wählen konnten.
Oder vielleicht stellen Sie fest, dass Ihre bisherige Absicherung nicht zu Ihrer heutigen beruflichen Situation passt. Die richtige Lösung entsteht aus Ihrer Situation heraus, nicht aus einem Produkt, welches beworben wird.
So läuft Ihre Beratung ab

Am Anfang steht kein Tarif. Am Anfang stehen Sie.

Wir sprechen über Ihre berufliche Tätigkeit, Ihre persönliche Situation und die Frage, was ihnen bis jetzt bekannt ist und was wichtig erscheint.

Danach betrachten wir die gesundheitliche Ausgangslage. Stellen, sofern notwendig eine anonyme Voranfrage nach dem wir Gespräche mit ersten geführt haben, sofern sie Diagnosen fanden, die sie nicht kennen oder die unbegründet sind.

Erst anschließend geht es um die inhaltliche Auswahl auf Basis der Vertragsbestimmungen und schlussendlich den Vergleich von mindestens drei verschiedenen Angeboten mit den Tarifmerkmalen, die sie für sich als wichtig empfinden.

Und am Ende steht keine Entscheidung, die ich Ihnen abnehme.

Das können Sie zu diesem Zeitpunkt selbst begründet entscheiden.
Sichern Sie Ihre Arbeitskraft
Solange Sie noch entscheiden können
Wenn Sie sich mit dem Thema Berufsunfähigkeit beschäftigen möchten, müssen Sie heute noch keinen Vertrag abschließen. Beginnen Sie mit einem Gespräch. Stellen Sie Ihre Fragen. Lassen Sie Ihre Situation betrachten.Und verschaffen Sie sich Klarheit darüber, welche Möglichkeiten für Sie bestehen.
