Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung.

Sogar zwei Antworten habe ich erhalten.

Das Fax an den Vorstand der Nürnberger mit Bitte um Antworten, auf die ich seit über drei Wochen warte, habe ich am 26.07.2018 versendet. Das erste Schreiben, welches ich zu den Antworten zähle, erhielt ich am  30.07.2018 (also 3 Werktage später). Das 2. Schreiben, geschrieben am 2.8.18 (!), kam per Post am 7.8.18 an. Beeindruckend, wie schnell es gehen kann! Ich hoffe, dass niemand hat Nachtschichten schieben müssen.

33 Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung.unbenann Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung.Ich habe zu danken. Zu danken, für eine Vielzahl von Erläuterung, auch auf Fragen, die ich gar nicht stellte. Aber nun mal ganz in Ruhe. Gehen wir die Dinge  durch.

  1. Die Frage, warum bei Vertragsabschluss die gegebene Schweigepflichtentbindung oder das vom Versicherungsnehmer übertragene Mandat an Nürnbereger für die Leistungspflicht nicht ausreicht, habe ich nicht gestellt. Meine Frage bezog sich auf die Gültigkeit der Vertretungsvollmacht unseres Hauses, die noch vor dem Leistungsantrag eingereicht wurde. Warum wurde dennoch eine Unterschrift unter einem gegenteilig formulierten Text zur weiteren Bearbeitung verlangt? Ob die Nürnberger sich nun in Sinne des Kunden zur Einzelfallschweigepflichtsentbindung grundsätzlich entschlossen haben ober nicht, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn dem so ist, warum haben Sie die beiden üblichen Wahlmöglichkeiten, die pauschale und die Einzelfallschweigepflichtsentbindung, noch immer in ihren Anträgen fixiert? Das ist nicht schlüssig.
  1. Es ist richtig, dass die primäre juristische Prüfung bei der Meldung eines Leistungsfalles, sich auf das korrekte Zustandekommen des „damaligen“ Antrages konzentriert. Auch ich habe einige Semester Jura studieren dürfen. Allerdings sind die Fristen vom Gesetzgeber klar geregelt. Nicht zuletzt durch die Rechtsprechung. Maximal 10 Jahre rückwirkend, so wie auch die Antragsfragen es vorgeben! Damit wäre das Jahr 2002 als Begrenzung zu sehen. Der Gesetzgeber hat in der Rechtsprechung der letzten Jahre zum Ausdruck gebracht, dass Rückfragezeiträume „ohne Limit“ nicht begrüßt werden. Die einzige Möglichkeit, noch weiter zurückfragen zu können, wäre beispielsweise ein Hinweis, gegeben aus einer beantworteten Gesundheitsfrage im Antrags, welche auf eine (bestehende) Erkrankung, die noch vor dem Fragezeitraum des Antrags diagnostiziert wurde, dort aber nicht erwähnt ist. Beispielsweise eine Kontrolluntersuchung ohne Angabe des Grundes. Dies liegt hier nicht vor. Die Spekulation, dass eine im Fragezeitraum des Antrages beantworte Gesundheitsfrage mit der Antwort „Sehnerventzündung“ einen Hinweis auf die schon bestehende MS – Erkrankung hat, reicht m.E. nicht aus, den Fragezeitraum zu überschreiten. Meines Erachtens wird dem Antragsteller Unehrlichkeit angedichtet. Wie ich bereits mitteilte, muss auch eine dauerhafte Erkrankung an irgendeinem Zeitpunkt einen Anfang haben. Aber spekulieren wir, dass der Befund positiv im Sinne eines MRT mit Diagnose MS gewesen wäre, so hätte der Versicherte dann die sich durch den Befund begründenen jährlichen Kontrolluntersuchungen 18 Jahre lang verschwiegen und selbst gezahlt. Angaben dazu finden sich bei keinen Ärzten, nicht in der Anamnese oder bei der Krankenversicherung. „Sportlich spekulativ“, Herr Leistungsprüfer. Wo bleibt die gerühmte Kundenfreundlichkeit und Fairness, gerade auch in Bezug auf das neue Assekurata Rating?
  2. Ich weise zudem darauf hin, dass der Versicherte bis vor einigen wenigen Jahren noch regelmäßig am Berlin-Marathon erfolgreich teilnahm. Auch hier lies er sich vorher, der Belastung wegen, untersuchen. Gern fordere ich Nürnberger auf, mir Urteile zu nennen, in denen einen Spekulation zur Umgehung der gesetzlichen 10-Jahresfrist ausreichend waren. Wetten, da kommt nichts?
  3. Sofern Sie Ihre Unterlagen noch einmal durchsehen, werden Sie feststellen, dass die Versicherungsunterlagen der Krankenversicherung bereits seit dem 24.3. bei Ihnen waren, nicht erst seit Juni 2018. Die von Ihnen zitierte Versendung erfolgte durch uns, nicht durch den Versicherer. Warum wird der Erhalt der Auszüge des Vorversicherers zu diesem Zeitpunkt nicht erwähnt?
  4. Ihre Frage nach dem Arzt, der den Versicherten zum erstmals die MS diagnostizierenden Neurologen überwiesen hatte, beantworten wir mit einem Orthopäden aus 2012, der Ihnen den spekulativ gesuchten Hinweis zum Befund in 2000 nicht wird geben können. Aber wir haben eine Lösung, siehe weiter unten:-).

Auch das zweite Schreiben möchte ich hier abbilden, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. Immerhin wird dieses Schreiben, beauftragt vom Vorstand, vom Beschwerdemanagement des Versicherers verfasst und zusätzlich vom selben Mitarbeiter unterschrieben, von dem ich bereits das Schreiben zuvor erhalten hatte. Aus diesem Grunde sehe ich beide Antworten als Reaktion zu meinem Fax an. 55 Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung.77 Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung.

  1. In der Ausführung spricht man von einem Einwurf / Einschreiben, welches man nie erhalten hat. Man bittet mich um Belege, die Versendung zu dokumentieren. Lese ich weiter, so erspare ich mir den Aufwand, da bestätigt wird, dass am 22. März Unterlagen des Leistungsantrages eingetroffen sind. Um dieses Schreiben handelt es sich bei meinen Ausführungen. Der Leistungsantrag verließ unser Haus vollständig. Dass dieser dort nicht vollständig eingetroffen sein soll, erfuhren wir erst zwölf Tage später. Die als fehlend deklarierten Unterlagen wurden noch am selben Tag geliefert. 12:0 für uns, könnte man sagen.
  2. Ich folge der Ausführung, dass der Gesetzgeber strenge Anforderungen an die Weitergabe von persönlichen Daten an Dritte gestellt hat. Es ist richtig, dass die mit den Daten in der Verarbeitung betrauten Mitarbeiter Ihres Unternehmens eine entsprechende Schweigepflichtentbindung benötigen. Der Hinweis, dass meine Schweigepflichtsentbindung dieses nicht begründet ist nicht nachvollziehbar, denn dazu wurde sie nicht eingereicht. Ich habe mit dieser Schweigepflichtentbindung nicht die Aufgaben ihres Hauses wahrzunehmen, sondern die des Kunden. Ich stoße mich daran, dass diese Schweigepflichtsentbindung keinerlei Bezug auf den individuellen Vorgang hat. 22-2 Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung. Im zweiten Absatz geht es um die Abfrage von Gesundheitsdaten bei Dritten zur Prüfung der Leistungspflicht. Ihnen war bis dahin bekannt, dass die Abfrage wunschgemäß durch den Kunden selbst erfolgen soll. Warum also dann die „notwendige“ Unterschrift unter diesem Passus?
  3. Es ist richtig, dass mir die Nachvollziehbarkeit ihrer „üblichen Vorgehensweise“, so wie sie mit der Leistungsprüfer mitteilte, nicht gegeben ist. Gemeint ist der Eindruck ihrer Firmendaten als Adressat zur Versendung der beantwortenen Ärztefragen. Diese suggeriert dem Behandler m.E., das die Versendung an sie legitimiert ist. Der Hinweis, das die Unterlagen beantwortet nur an den Kunden gesendet werden dürfen fehlt. Sie antworten auf meine Frage mit dem Hinweis, das mir diese schon im Schreiben vom 18. Juni 2018 in seiner rechtlichen Grundlage erläutert wúrde. Hier der entsprechende Auszug: 11-3 Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung. Seit wann stellt eine „gängige Praxis“ ein rechtliches Anforderniss dar? Ich bitte um Erläuterung. Da der Kunde sich seines Vertragspartners, der Nürnberger Lebensversicherung bewusst ist, ist ihm auch bewusst, dass sie als Versicherer die Leistungsprüfung vornehmen. Wohin ging denn der Leistungsantrag? Den Eintrag damit zu begründen, das man den Versicherten informieren möchte, wer prüft, sehe ich als groben Unfug an.
  1. Die Verletzung der Korrespondenzpflicht, die bereits seit 2017 eingerichtet wurde, setzt nicht die Tatsache außer Kraft, dass sie mich dort meines Erachtens denunziert haben. Daher möchte ich mich zu ihrer Entschuldigung nicht äußern, warte weiteres Vorgehen ab. Ich bitte um Verständnis.

 

Weiterhin bitte ich um Informationen, wie sie zu den Angaben aus dem Jahr 2000 kamen. War der Erhalt rechtmäßig und dürfen Sie diese Daten überhaupt verwenden, zumal sie diese lediglich zur Spekulation nicht gemachter Gesundheitsangaben heranziehen? Ich wiederhole, dass eine dauerhafte Erkrankung auch irgendwann einen Beginn haben muss. Bitte beachten Sie dazu meinen Artikel zum Prädiktiven Gentest.

Zu guter Letzt freue ich mich, Ihnen den MRT-Befund aus dem Jahre 2000 mit der Ausschlussdiagnostik zur Multiplen Sklerose beizulegen. Der Behandler hatte uns diese nicht mitgesendet, da wir lediglich 10 Jahre zurück fragten. Die Erkrankung war wie von mir vermutet zum u Öffentlichkeit erzeugt tatsächlich Eile? Nürnberger Lebensversicherung.damaligen Zeitpunkt nicht nachweisbar. Demnach nicht ausgebrochen, behandlungsbedürftig oder anzeigepflichtig. Nun bleibt die Spannung und die Erwartung der Beantwortung der offenen Punkte, die ich im Text nochmals zur besseren Übersicht farblich markierte – und noch wichtiger, wann denn die Leistung zum Antrag erfolgt.

Frank Dietrich Fachmakler

-Überzeugungstäter-

 


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