Nürnberger Lebensversicherung – Abschließende Antwort.

Sind das Antworten?

In den letzten Wochen berichtete ich in meinem Blog über fehlende Antworten, zu den Fragen, die ich einem Versicherer stellte.
Fragen zum Eindruck der eigenen Firmenadresse bei Arztanfragen, wichtiger noch, die Begründung für den ausgedehnten Rückfragezeitraum zur Prüfung der Obliegenheiten bei Antragstellung auf 12 statt 10 Jahre. Die Details zu diesen Themen finden Sie in den Blogartikeln, von denen ich sprach.
Signifikant war das Eintreffen von mittlerweile drei Schreiben in kurzer Zeit. Bemerkenswert ist, dass die Fragen noch immer nicht beantwortet wurden, der Versicherer aber in seinem bisher letzten Schreiben betont, das ihm die Zufriedenheit der Kunden und Geschäftspartner sehr am Herzen liegen.

n-1 Nürnberger Lebensversicherung – Abschließende Antwort.Kommentar

Wenn dem Versicherer die Zufriedenheit doch so wichtig ist, warum handelt er nicht dementsprechend und beantwortet Fragen?

Eine Absichtserklärung ist noch keine Tat. Es scheint mir immer deutlicher zu werden, dass der Versicherer den Vermittler im vertrieblichen Bereich sehr begrüßt. Geht es um die Unterstützung des Versicherten im Leistungsfall, so wirkt er anscheinend störend.

Die Positionierung beim Fair-Siegel der Assekurata wäre mir persönlich unangenehm. Warum?  Definieren Sie mir fair. Definieren Sie mir ein kundenfreundliches Verhalten, welches beim Ratingunternehmen als Grundlage der Bewertung mit herangezogen wurde. Es könnte auch die kurze und damit kundenfreundliche Zeit sein, ans Telefon zu gehen, um eine Absage zu erteilen. In dem vergangenen Briefwechsel erkenne ich keine Kundenfreundlichkeit auch keine Fairness im Umgang miteinander. Welche Definition gibt es also noch für diese Parameter? Statt zur Zufriedenheit der Kunden und Geschäftspartner zu handeln, wirbt man mit einem Siegel der „Fairness“. Transparenz in der Leistungsregulierung wäre tragfähiger, nachhaltiger und NACHVOLLZIEHBAR.

Die plakative Intransparenz in der Leistungsregulierung bei den Anbietern durch ein Rating schön zu reden, ist m.E. ein Schlag ins Gesicht des Verbrauchers. Wer hat denn alles am Rating teilgenommen? In welchem Umfang wurden Daten in welchen Zeiträumen erhoben? Wie sind diese verifiziert?  Keine Angaben! Können wir darauf schließen, dass die Marktteilnehmer, die nicht ausgezeichnet wurden, nicht zahlten oder grundsätzlich schlecht sind?

Ich sehe es als Erfordernis an, wenn es um eine Beratung des Kunden geht, dass auch solche Sachverhalte in die Beratung einfließen. Der Kunde soll selbst entscheiden, ob er den schönen Worten eines Ratings glaubt oder den Erfahrungen, die Kollegen mit dem Versicherer gemacht haben. Nichts ist steter als der Wandel, das gilt auch für Beratungen. In den letzten Jahren gewannen neben den Vertragsgrundlagen, die sonst ausschließlich die Basis der Beratung sein sollten, auch Daten zum Versicherer selbst an Bedeutung. Es geht um die finanzielle Situation, um die Annahmeprüfung und viele andere Dinge, an denen man bereits erkennen kann, mit wem man es zu tun hat.

Ob der vom Versicherer angekündigte neue Antrag bei diesen Problemen Abhilfe schafft, bleibt zu bezweifeln. Immerhin hat sich der Versicherer meines Erachtens über gesetzliche Grundlagen hinwegesetzt und das bleibt auch bei anderen Anträgen als Möglichkeit erhalten.

Der guten Ordnung halber möchte ich belegen, dass auch andere Anbieter den Eindruck der eigenen Adresse in die Fragebögen an die Ärzte eintragen. Da mir dieser Versicherer, außer der so genannten „Üblichkeit im Geschäftsverkehr“ keine Antworten auf die Frage geben konnte, zumal der Kunde ausdrücklich sich selbst vertreten möchte, habe ich auch die beiden anderen Anbieter gebeten, mir die Rechtsgrundlage dafür zu nennen.

allianz.arztfragebogen Nürnberger Lebensversicherung – Abschließende Antwort.ergo11 Nürnberger Lebensversicherung – Abschließende Antwort.Warten wir die Antworten ab, hoffen, dass wir auch welche erhalten.

Ich wiederhole nochmals, dass mir nicht nur im Sinne des Sachwalterurteils der Mandant in der Wahrnehmung seiner Interessen am nächsten steht, dass sich Anbieter nicht irgendeines Vorganges beschuldige und dass ich die von mir behaupteten Dinge auch alle dokumentiert habe. Es geht mir darum, dass ein Versicherungsnehmer, der die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, auch Beiträge für eine Rechtsschutzversicherung zahlt, denn ohne die geht es anscheinend nicht, nicht noch zusätzliche Gelder zurückzulegen hat, um den Zeitraum der Leistungsumfang zu überstehen, in der er wahrscheinlich auch noch einen Leistungsbegleiter zu bezahlen hat. Es geht mir darum, durch Fragen und Belege die Versicherer zum Umdenken zu bewegen. Eine sehr sportliche Aufgabe!

Frank Dietrich Fachmakler

-Überzeugungstäter-

P.S.: die spätere Antwort der beiden anderen Versicherer war gleichen Inhaltes. Es kommt nur selten vor, dass sich Vermittler um mehr kümmern, als nur die Antragstellung. daher haben die Anbieter aus Gewohnheit ihre Adresse oben in den Fragebögen hinterlassen. Der Hinweis, dass man trotz der Aufforderung „zurück an“ den Fragebogen doch auch zum Versicherten oder seinem Beauftragten leiten könnte, schien der Allianz genug zu sein, die Sache als erledigt abzuhaken. Meint man wirklich, wir wüssten nicht, dass diese Möglichkeit trotz dessen bestanden hätte. Ist das aber auch eine Erklärung für die Verfahrensweise?

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