An den Vorstand – Nürnberger Lebensversicherung!

Ich beziehe mich auf meinen Blogbericht vom 11 Juli 2018.

er An den Vorstand - Nürnberger Lebensversicherung!(Bl222 An den Vorstand - Nürnberger Lebensversicherung!ogbericht 11/7/18)

Die dort erwähnten Sachverhalte wurden mit Bitte um Beantwortung dem Leistungsprüfer bereits vor längerer Zeit übermittelt. Auch wurde erinnert. Die einzige Antwort, die er hatte, war ein Schreiben an den Versicherten. Er verstößt damit die Korrespondenzpflicht (am 19.12.17 eingereicht) und behauptet, wir würden Antworten schulden, ohne die es nicht weiter geht.

Betrachtet man die Gesamtheit der Vorgänge, so scheint dieses Verhalten, die Vermutung zu nähren, das der Vermittler / Betreuer dem Versicherer im Wege ist, es sei denn, es geht um Vertrieb. Auch ist die Aussage, dass eine Arbeitsunfähigkeitsklausel und ein in die Berufsunfähigkeitsversicherung eingesetzter Krankentagegeldtarif „per se“ dasselbe sind, bisher nicht erläutert worden. Eine klare Falschaussage zum Nachteil der nicht spezialisierten Vermittler, die im guten Glauben beraten („Toblerone“ Bildung).

Wir veröffentlichen unser Fax an den Vorstand, nennen keine persönlichen Daten und möchten auch nicht angreifen. Der Vorgang wird aus einem einzigen Grunde veröffentlicht. Wir möchten Antworten! Der Vorgang wird durch diese Verhalten unnötig verschleppt.

Wir haben die Vermutung gewonnen, dass der Versicherer erst dann reagiert, wenn die Presse vor der Tür steht. Immerhin wäre eine solche Deutung denkbar, wenn man bedenkt, dass die Leistungszusage des Versicherten im Bericht von frontal21 „wie über Nacht“ während der Dreharbeiten kam.

Was aber hatte der Bericht am Vorgang verändert, dass diese Entscheidung möglich wurde?

Veröffentlichung gleich Reaktion?

Ich habe den letzten Wochen bei vielen Leistungsregulierungen verschiedener Anbieter in die Unterlagen des Begleiters sehen dürfen. Unglaubliches fand ich vor.

  • Fachärztliche Diagnosen wurden ihrer Existenz bestritten, obwohl deren Übermittlung belegt ist,
  • zusätzlich wurden sogar die bereits im Leistungsantrag eingetragenenum Diagnosen „überlesen“.
  • Sogar eine Klausel, die der BGH vor zwei Jahren als intransparent und damit nichtig beurteilt hat, fand sich in einem aktuellen Vertrag. Den Versicherer darauf angesprochen, reagierte er nicht.
  • Der Erhalt eines Leistungsantrages wurde bestritten trotz Einwurf / Einschreiben,
  • der an den Versicherer gesendete Leistungsantrag wurde erst nach 1 Monat zur Bearbeitung eingescannt,
  • die Korrespondenzpflicht wurde fast nie durchgehend berücksichtigt,
  • mehrere Anbieter haben schriftlich mitgeteilt, dass nur und ausschließlich sie entscheiden, wer berufsunfähig ist.
  • Trotz fehlender rechtlicher Belehrungen im Antrag prüfen Anbieter die versicherte Rentenhöhe gegenüber dem Einkommen erst in der Leistungsprüfung (die Benchmark, was versichert werden darf, ist anbierterbezogen),
  • andere private Vorsorgen werden verrechnet. Zu 100 %! Auch das wird erst der Leistungsprüfung bekannt gegeben (derselbe Anbieter). Das das dem Kunden nicht bekannt war (fehlende Belehrung), erhielt er eine Anfechtung wegen Arglist /Vorsatz (anders herum wird ein Schuh daraus),
  • Trotz Versendung eines Gutachters vom Rückversicherer, hat man das er arbeitete Gutachten nie gelesen. Die dort enthaltenen Diagnosen waren komplettes Neuland  für den Leistungsprüfer im Telefonat mit dem VN.. Die Angaben fanden sich schon im Leistungsantrag, der gut fünf Monate vorliegt.
  • Gutachter werden bestellt, die den Fachbereich der Begutachtung nicht abdecken, statt einem Einsehen zu haben, erklären die Verantwortlichen dem Vermittler, was ein Gutachter ist und was er können soll/muss (mal selber lesen, meine Herren),
  • die Bearbeitungszeit von über zwei Jahren sind in Augen des Gutachters „ein bisschen länger“.
  • Suizidale Tendenzen bei schweren Depressionen und einem Arbeitsplatz direkt neben einem Giftschrank werden über 5 Jahre vom Gutachter des Anbieters in der 1. Instanz verschwiegen.

Eines wurde definitiv klar. Keiner der Versicherer, ob mit guten, besseren oder schlechten Formulierungen den Vertragsbestimmungen ist frei von solchen Eigenarten. Die eigentliche Blackbox der Verarbeitung findet sich im Umgang mit den Bestimmungen gegenüber dem Kunden. Hier fehlt es an klaren Vorgaben, was zum Nachweis einer Berufsunfähigkeit an ärztlichen Befunden schlussendlich notwendig ist. Eine Mindestbearbeitungszeit von maximal 3-4 Monaten sollte vorgeschrieben werden. Ein Arbeitsmediziner, denn nur er vereinigt die Kenntnis, wie ein Arbeitsplatz „inhaltlich ausgestaltet ist“ und die Kenntnisse der Medizin, um die Beeinträchtigung zu definieren, die der Versicherte nach dem „Ereignis“ noch ein Restfähigkeiten hat, ist dringendst zu überlegen. Jede Verfehlung hat veröffentlicht zu werden. Das wären dann die Ratings der neuen Zeit, einer Zeit der Aufklärung, wie schon bereits bei I. Kant (sapere aude).

Vorstände der Anbieter, denen ich die jeweiligen Vorgänge des eigenen Hauses zur Kenntnis gebracht habe, bitte ich um Positionierung.

Schlussfolgerung:

Das Sachwalterurteil begründet die Verantwortung des Vermittlers, das ihm eigene Wissen dem Versicherten zur Verfügung zu stellen, damit dieser kein Schaden erleidet. Dieses Wissen, insbesondere das Wissen darum, dass man mir keine Antworten gibt, sich nicht positioniert und eingereichte Unterlagen nicht liest, muss dem Kunden je nach Anbieter in der Beratung mitgeteilt werden. Sicherlich wird er nach dem Versicherer fragen, der sich in der bereits getroffenen Auswahl nach garantierten Leistungsinhalten nicht so verhält. Vermutlich wird der Kreis der Bewerber, die zu nennen sind, in gleichem Maße abnehmen, wie ich die Leistungsregulierung beim Kollegen gegenüber diesen Anbietern beobachten darf.  Ausnahme(n) erwünscht.

Frank Dietrich Fachmakler

Fritz und die Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

 

 

 

 

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