Kriterien der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wel­che Kri­te­ri­en der Berufsunfähigkeitsversicherung sind wich­tig, be­ach­tet zu wer­den? Haupt­säch­lich ist bei der Wahl der per­sön­lich rich­ti­gen Kri­te­ri­en der Berufsunfähigkeitsversicherung der ei­ge­nen Ab­si­che­rung auf die For­mu­lie­rung der Ver­trags­in­hal­te zu ach­ten. Wo ver­ste­cken sich Hin­ter­tür­chen und Fuß­an­geln, die es dem An­bie­ter er­mög­li­chen, dann doch nicht zah­len zu müs­sen?

Zu Be­ginn ist der tat­säch­li­che Be­darf im Leis­tungs­fall zu er­mit­teln. Wer er­krankt ist oder so­gar be­rufs­un­fä­hig wur­de, hat nicht grund­sätz­lich we­ni­ger Kos­ten. Be­son­de­res Au­gen­merk ist in der Be­wer­tung ge­gen­über der meist schon be­ste­hen­den Ab­si­che­rung ge­gen Ver­dienst­aus­fall (Das Ta­ge­geld) zu er­brin­gen. Die Bestimmungen müssen inhaltlich so genau wie möglich abgestimmt werden.

Kriterien der Berufsunfähigkeitsversicherung (Auszug)

BU-Kriterien1 Kriterien Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Gilt die Berufsunfähigkeitsversicherung weltweit oder ist er regional begrenzt?
  • Was führte zur Berufsunfähigkeit? Krankheit, Körperverletzung oder (mehr als altersentsprechender) Kräfteverfall?
  • Werden Leistungen auch im Voraus oder rückwirkend gezahlt?
  • Sind ärztlichen Anordnungen zu befolgen? Welche?
  • Gibt es eine Arbeitsunfähigkeitsklausel in der Berufsunfähigkeitsversicherung? Für wen? Fristen? Nachweise?
  • Wird auf die abstrakte Verweisung verzichtet?
  • Was ist bei Pflegebedürftigkeit?
  • Wird ein Berufswechsel vor Eintritt der Berufsunfähigkeit geprüft? In welchem Zeitraum?
  • Gibt es eine Infektionsklauseln und für wen gilt sie?
  • Verzichtet der Anbieter auf eine mögliche Beitragsanpassung (§ 163)?
  • Ist eine Rentendynamik im Leistungsfall garantiert?
  • Gibt es Optionen? Welche? Welche Fristen oder Zeiträume sind gültig?
  • Gibt es eine Klausel zur Umorganisation und was ist dabei zu beachten? Wie ist diese definiert? Auch für Angestellte ist die Umorganisationsklausel zu prüfen. Gerade hier gibt oftmals nachteilige Bestimmungen für den Versicherten.
  • Wie ist der versicherte Beruf definiert? Ist es “ ein Beruf“ oder der zuletzt ausgeübte Beruf,……?
  • Welche Dauer der Beeinträchtigung ist vertraglich vereinbart?
  • Wie ist die konkrete Verweisung definiert – insbesondere im Bezug auf die soziale Stellung, gelerntes (Fähigkeiten) und das  Einkommen ?
  • Wie ist die Nachprüfung gegenüber der Erstprüfung zur Bemessung der Berufsunfähigkeit definiert? Gibt es Unterschiede?

Bit­te ge­hen Sie in der Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung von ei­ner Be­stim­mungs­ket­te aus, de­ren ein­zel­ne Glie­der (BU Kri­te­ri­en) nach­ein­an­der im Leis­tungs­fal­le ge­prüft wer­den. Dar­aus folgt, dass die Be­stim­mungs­ket­te, der ein­zel­nen BU Kri­te­ri­en kla­re Be­stim­mun­gen auf­wei­sen müs­sen.

Bitte beachten Sie auch, dass Berufsunfähigkeitsrenten auch einer Steuer unterliegen können. Meist wird das nicht berücksichtigt und im Leistungsfall für dieser Fehler zu einer Existenz gefährdend Unterversorgung. Immer wieder muss ich erleben, dass existenzieller Versicherungsschutz, wie es eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, trotz klarem Wunsch des Kunden, dieses Risiko abzusichern, mit einer Rentenvorsorge gepaart versichert wird. Verwiesen wird dann sehr oft auf die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge, nicht aber auf die Versteuerung im Leistungsfall. Risikoabsicherungen sollten von Sparplänen getrennt bleiben. Die Risikoabsicherung rückt dabei meist in den Hintergrund aber wem fällt das schon auf, wenn er nicht informiert ist. Grundsätzlich ist eine Vorsorge von einem Risikoschutz zu trennen.

Steuerliche Betrachtung:

Schichten Kriterien BerufsunfähigkeitsversicherungBU Kriterien individuell bewerten – Sache des Fachmaklers

Wir be­ra­ten und be­treu­en. Für die von uns vermittelten Kunden, deren Verträge sich in unserem Bestand befinden  haben wir den letzten Jahren  mit 100 % Erfolg  Anträge zum Erhalt der Rente, wenn es dann doch einmal so weit war, durchsetzen können-ohne anwaltliche Hilfe.

Es hat sich in der Vergangenheit mehrfach bestätigt, dass ein fachliches Engagement und die Kenntnis der Vorgehensweise der Anbieter im Leistungsfall entscheidend dafür ist, ob man das eigene Recht durchsetzen kann.

Frank Dietrich Fachmakler