Gesetzlich oder privat (GKV / PKV)?

Für je­den, der ver­si­che­rungs­frei ist, stellt sich die­se Fra­ge, ob er sich ge­setz­lich oder pri­vat ver­si­chern soll.

Was paßt besser? Wor­auf ist zu ach­ten? Man liest und hört so viel und erhält so viele „gute“ Ratschläge, meist von Kritikern, denn zufriedene Menschen haben eigentlich nie ein Mitteilungsbedürfnis, denn sie bekamen, was sie erwarteten.

  • die Medien berichten im Sinne von Umsatzzahlen und die Berichterstatter wählten in der Vergangenheit, als sie noch selbstständig im Beruf tätig waren, aus Kostengründen die private Krankenversicherung und informierten sich nicht über den Vertragsinhalt, so dass Enttäuschungen  vorprogrammiert waren. Welche Art Berichterstattung wird nun also erwartet?
  • Freunde und Bekannte können auch nur über das berichten, was sie hörten oder gelesen haben. Der Blickwinkel wird immer subjektiv sein.
  • Vermittler, die sich nicht mit dem Thema intensiv beschäftigt haben, schöpfen meist aus denselben „Informationsquellen“ und sind am Umsatz interessiert.

Ganz ehrlich:

Die Private Krankenversicherung passt nicht zu jedem. gerade in der Vergangenheit wechselten viele Menschen in das private System, um Beiträge zu sparen, erkannten nicht und wurden nicht darauf hingewiesen, auf welche Leistung Sie bei vielen Tarifen verzichten, wenn man die Gesetzliche Krankenversicherung als Benchmark ansieht.

GKV-PKV Gesetzlich oder privat versichern?

Ich persönlich bin der Meinung, dass privat die bessere Lösung ist aber nur, wenn sie „passt“ und das ist eher selten der Fall. Jede Anfrage ist eine Einzelfallbetrachtung  und eher selten kann man davon ausgehen, dass das private System für den Mandanten das persönlich bessere ist.

Es geht um die Betrachtung der systemimmanenten  Unterschiede, frei von Wertung oder Werbung. Welche signifikanten Unterschiede haben die Systeme zueinander? Entgegen der gesetzlichen Kasse, sind die Leistungen in der PKV planbar und damit auch über die gesamte Lebenszeit kalkulierbar.

Ich will mit dieser Seite dazu anregen, sich ausreichend Zeit zu nehmen, diese Unterschiede kennen zu lernen, um beurteilen zu können, welches der persönlich bessere Weg ist.

Ist es die Grundversorgung der gesetzlichen Krankenkasse, nicht individuell gestaltet war und für alle mit dem selben Versicherungsschutz. ist es das private System, welches die freie Gestaltung von Leistungen zulässt, die bessere Versorgung darstellt aber auch dafür ihren Preis hat?

Gesetzlich oder privat – Fakten

Das Prin­zip „aus­rei­chend, zweck­mä­ßig und wirt­schaft­lich, das Maß des Not­wen­di­gen nicht über­schrei­tend“, ist ei­ne nicht nach­voll­zieh­ba­re Hand­lungs­grund­la­ge. Die Ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung kennt ge­gen­über der PKV eine geschlossene Lis­te von Dia­gno­sen/Krank­heits­bil­dern und die je­weils da­zu emp­foh­le­nen The­ra­pie­mög­lich­kei­ten. Bezahlt  wird nur, was der Gut­ach­ter­aus­schus­ses (GBA) empfahl. Gibt es diese Empfehlung nicht – keine Leistung. Hier sind wir alle „08/15“. Chemie vor Natur – Lobbyismus?

Lesen Sie selbst:

GKV Gesetzlich oder privat versichern?Weiter Fakten (Auszug):

Die GKV verzeichnet seit den siebziger Jahren  eine Beitragsanpassung von 1147 % (Studie Faktencheck / Stand 2014) bei steigenden Zuzahlungen, und sinkendem Leistungsniveau (Stand 2015). Elf große Gesundheitsreformen mit dem Ziel der Kostensenkung waren erfolglos. In 2017 durchbrechen wir erstmals die Marke von 800 €!

Die gebliebene Intransparenz des Systems ist plakativ.

In den nächten Jahren wird die Beitragsbemessungsgernze weiter steigen (ca 5,9 % p.a. durchschnittlich) und es kommen Zusatzbeiträge (einkommensabhängig) hinzu.  Eine jeweils aktuelle Liste der Kassenbeiträge finden sie im Downloadcenter.

Einige PKV Anbieter lagen in den letzten 10 Jahren z.T. weit unter dem Anpassungsniveau bei gleichen und planbar absicherndem Leistungsniveau und in paritätischer Verteilung des Beitrags bei Angestellten. Durchschnittliche Anpassungen (Quelle:FAZ) lagen bei 3,7%.

Die aktuelle Studie des  Wissenschaftlichen Institutes der PKV:

wipk Gesetzlich oder privat versichern?1wipkkk Gesetzlich oder privat versichern?Ein Deutscher kostet jährlich durchschnittlich 3590,- € (Arztkosten). In der GKV erhält er 2024,- € und in der PKV 3090,- € (Stand 2011). Die bessere Versorgung steigt nachweislich mit zunehmendem Alter, wenn man den Arzt meist öfter benötigt. Statistiken belegen, dass bis zum vierfachen  aufgewendet wird, Krankheit zu verhindern und zu heilen. In der gesetzlichen Krankenversicherung  ist das nicht nachvollziehbar, gegenteilig wird sogar eine Reha/Anschlussheilbehandlung zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit gezahlt. Welcher Rentner ist erwerbsfähig?

Zitat Frau Dr. Doris Pfeiffer zur Dualität der Systeme

Um diese sogenannten freiwillig Versicherten bemühen sich beide Systeme. Dadurch sind die Anbieter permanent dazu veranlasst, die Qualität ihres Angebots zu verbessern, um die potenziellen Kunden vom Vorzug des jeweiligen Systems zu überzeugen. Fiele die Konkurrenz durch das jeweils andere System fort, würde dieser Anreiz zu Leistungsverbesserungen sofort wegfallen. Das bestätigte auch die Chefin des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer: „Ohne die Konkurrenz von Privatversicherungen wäre die Gefahr, dass der Leistungskatalog auf eine minimale Grundversorgung reduziert wird, größer. In einem Einheitssystem ließen sich die Leistungen leichter reduzieren.“ (Zitat Ende)

Vereinbaren Sie einen Termin, die systemrelevanten Unterschiede, frei von Wertung / Werbung, kennen lernen zu können.

Frank Dietrich Fachmakler

Interview eines führenden Onkologen zur Zweiklassenmedizin